Neue Ausgabe: edition 2/2024 | Worldbuilding: Benennungsbildung in der Fantasy-Literatur

DTT e.V. • 1. Dezember 2024

Die edition 2/2024 ist da! Viel Spaß beim Lesen und Weitergeben.

Editorial

Nibelungenhelden und Mondgötter


Der Science-Fiction-Roman „When the Moon Hatched“ zeichnet eine unvergessliche Welt, in der der Kampf um die Macht von mächtigen Gottheiten, uralter Magie und einem Himmel voller Drachen bestimmt wird. Literaturübersetzerin Christine Heinzius war Mitglied im Team, das die deutsche Übersetzung erstellt hat. Im Interview erzählt sie vom Worldbuilding, also davon, wie sie und ihre Kolleginnen und Kollegen solche Neuen Welten terminologisch erschließen.


Im Hauptteil stellen Vanessa Knies und Ellise Meyer das Projekt des Baden-Württerbuchs für das Hochschulwesen in Baden-Württemberg vor, Vanessa Jochum und Jasmin Nesbigall präsentieren eine Untersuchung, in der verschiedene Methoden der Terminologieextraktion auf ihre

Effizienz hin durchleuchtet werden. 


Die Rubrik Tools & Ressourcen hält viele Tipps bereit: eine nützliche Funktion, mit der man Websites in Apps umwandelt, ein Typing Assistant für schnelleres Tippen sowie die Funktionserweitungen von flashterm. Schließlich stellt Barbara Karsch in der Rubrik Normen die Frage, wie ISO 704 Terminology Work im Zeitalter der KI von Nutzen sein kann – gefolgt von einer kurzen Vorstellung der neuesten Normen aus dem Terminologie- und Übersetzungsbereich.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Anmeldung zum Symposion 2025 ist jetzt freigeschaltet. Veranstaltungsort ist dieses Mal

die sagenumwobene Nibelungenstadt Worms. Das Thema schaut weiter in die Zukunft: Terminologie in der KI – KI in der Terminologie. Nicht verpassen!


Wir wünschen eine interessante Lektüre und freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen.


In dieser Ausgabe können Sie u.a. folgende Beiträge lesen:

Vanessa Knies und Ellise Meyer

Das Baden-Württerbuch: Hochschulterminologie für Baden-Württemberg

The online dictionary for higher education terminology of the State Coordination Office for Translations Relating to Higher Education in Baden-Württemberg at the University of Mannheim currently includes around 1,750 entries. It helps staff members of 45 higher education institutions to translate texts into English, write English texts and use terminology consistently.


Vanessa Jochum und Jasmin Nesbigall

Das Beste rausholen – Termextraktion mit KI und Verstand

Large language models (LLMs) are good at summarising or extracting information from given texts. It therefore seems reasonable to use them for term extraction as well. However, it is not yet clear whether they can outperform humans and specialised software. Comparison tests between LLMs, extraction software and terminologists show the advantages and disadvantages of each competitor and potential use cases.


Interview mit Literaturübersetzerin Christine Heinzius

Worldbuilding – Benennungsbildung einmal anders

Christine Heinzius übersetzt Krimis, Handarbeitsbücher, Kochbücher – und Fantasy-Romane. Seit dem Abschluss ihrer Studiums der Anglistik, Romanistik und Skandinavistik in Saarbrücken, Paris, Leicester und Helsinki arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin mit Schwerpunkt Literatur. Bei der Übersetzung von Fantasy-Romanen gibt es teilweise ganz besondere terminologische Herausforderungen. Christine Heinzius hat bei der Übersetzung eines solchen Fantasy-Romans mitgewirkt: „When The Moon Hatched“ von Sarah A. Parker.


Frauke Eschenbeck und Lola Klan Reyes

flashterm: Aktuelle Funktionserweiterungen im Überblick

flashterm ist ein spezialisiertes System der Eisenrieth Dokumentations GmbH zur Organisation, Verwaltung und Kontrolle von Fachbegriffen und deren Übersetzungen. Seit seiner Einführung im Jahr 2008 hat sich flashterm zu einem vielseitigen und leistungsstarken Werkzeug für das Terminologie- und Wissensmanagement entwickelt. In jüngster Zeit wurde eine Reihe von Erweiterungen umgesetzt, die das Anwendungsspektrum deutlich erweitert haben. Dieser Artikel beleuchtet folgende zentrale Neuerungen: Wissensansicht, strukturierte Prompts, Aktualisierung des ClipInspectors, verbesserte Visualisierung von Begriffsbeziehungen sowie flashterm Stage.


Maurice Mayer-Dewor

Aus Web mach App – oder wie man Websites in Apps umwandelt

Die Vorteile, die die Nutzung von Websites z. B. für die Terminologierecherche bietet, liegen auf der Hand. Bei der häufigen Nutzung von Websites kann die Effizienz aber auch ein wenig auf der Strecke bleiben – vor allem dann, wenn man die Websites wiederholt aufrufen muss.


Armin Mutscheller

Typing Assistant: Terminologie als Treibstoff für Predictive Typing

Texte schnell und fehlerfrei tippen: Das kann heutzutage kaum noch jemand aus dem Effeff. Übersetzer und andere Vielschreiber schätzen daher Arbeitshilfen wie Textbausteinverwaltungen oder Diktierprogramme à la Dragon Naturally Speaking. Doch nicht immer passen solche Tools zur Aufgabenstellung, zum Computersystem oder zur Eingabesprache. Manche sind auch aus ergonomischer Sicht nicht immer die beste Wahl. Zum Glück gibt es eine Alternative: Predictive Typing.



Jetzt Ausgabe 2/2024 der edition lesen!

von DTT e.V. • 14. Oktober 2026
„Terminologie: Wie Wissen zur Sprache kommt“ Der Deutsche Terminologie-Tag wird 40 – und lädt zum Jubiläumssymposion 2027 Wie kommt Wissen zur Sprache? Diese Frage begleitet den Deutschen Terminologie-Tag seit vier Jahrzehnten – und genau dieses Jubiläum feiern wir 2027 mit einem besonderen Symposion!
von DTT e.V. • 2. Oktober 2026
DTT-Webinar Terminologieregeln für KI nutzbar machen: Mit Style Guides Begriffe automatisch vorprüfen Termin & Ort: Donnerstag, 5. November 2026, 10:30 – 12:00 Uhr, online Referentin: Prof. Dr. Rachel Herwartz Inhalte: Große Sprachmodelle können Terminologiebestände heute in wenigen Sekunden analysieren, Benennungen vergleichen und Inkonsistenzen erkennen. Doch ohne klare Regeln bleibt unklar, warum ein Begriff bevorzugt oder abgelehnt werden sollte. Erst ein Terminologie Style Guide macht aus einer Begriffsliste ein nachvollziehbares Regelwerk – und schafft damit die Grundlage für KI-gestützte Terminologiearbeit. In diesem Webinar erfahren Sie, wie Terminologie Style Guides eingesetzt werden können, um Terminologiebestände bereits vor ihrer Aufnahme in eine Terminologiedatenbank automatisiert zu prüfen und zu bewerten. Sie lernen, welche Informationen ein moderner Style Guide enthalten sollte und wie sich Benennungsregeln, Schreibweisen, Definitionen, Zielgruppen, zulässige und unerwünschte Benennungen sowie weitere Qualitätskriterien systematisch beschreiben lassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der KI-basierten Vorvalidierung. Anhand praxisnaher Beispiele zeigen wir, wie Large Language Models Terminologiekandidaten gegen einen Style Guide prüfen, Verstöße erkennen und konkrete Verbesserungsvorschläge ableiten können. Die KI ersetzt keine fachliche Entscheidung. Sie unterstützt die für Sprache, Terminologie und Content verantwortlichen Personen bei der Vorbereitung, Prüfung und Qualitätssicherung. Darüber hinaus betrachten wir den Style Guide als Wissensquelle für moderne KI-Systeme. Sie erfahren, wie sich Terminologieregeln in wiederverwendbare Skills überführen lassen und welche Rolle Retrieval-Augmented Generation (RAG) spielt, um Sprachmodelle gezielt mit terminologischem Wissen zu versorgen. Statt ausschließlich auf das im Modell enthaltene Wissen zu vertrauen, greifen KI-Systeme auf aktuelle Terminologiebestände, Style Guides und Referenzmaterialien zurück und treffen ihre Entscheidungen auf einer nachvollziehbaren Grundlage. Das Webinar vermittelt damit den Übergang von der klassischen Terminologiearbeit hin zu einer wissensbasierten KI-Unterstützung. Es bildet zugleich die Grundlage für das nachfolgende Webinar zum Context Engineering, in dem unterschiedliche Wissensquellen, Referenzmaterialien und Skills zu leistungsfähigen KI-Workflows kombiniert werden. Nach dem Webinar wissen Sie, wie Sie Terminologie Style Guides als Regelwerk für eine konsistente und nachvollziehbare Terminologiearbeit entwickeln und bewerten, Large Language Models für die KI-basierte Vorvalidierung von Terminologiekandidaten einsetzen, Style Guides und Terminologiebestände als Wissensquellen für Skills und Retrieval-Augmented Generation (RAG) vorbereiten, die Rolle von Terminologie als steuerbares Wissen in modernen KI-gestützten Übersetzungs- und Dokumentationsprozessen einordnen. Über die Referentin: Prof. Dr. Rachel Herwartz ist Honorarprofessorin für Translation und Terminologiemanagement am SDI München sowie Dozentin für Wirtschaftsinformatik und KI-gestützte Unternehmensprozesse an der FOM Hochschule. Als Gründerin der gemeinnützigen Initiative TermTechnologies und Beraterin bei LangOps Intelligence beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Unternehmen und Organisationen Terminologie, Wissensbestände und Sprachprozesse für den Einsatz generativer KI und KI-Agenten nutzbar machen können. Ihr Schwerpunkt liegt auf AI Terminology Governance, also der systematischen Verbindung von Terminologiemanagement, Knowledge Management, Content Governance und modernen KI-Workflows. Dabei entwickelt sie Methoden, mit denen Sprachressourcen nicht nur für Übersetzungen, sondern auch für Retrieval-Augmented Generation (RAG), Context Engineering, Agentensysteme und KI-gestützte Unternehmensprozesse eingesetzt werden können. Als Referentin spricht sie regelmäßig auf Fachveranstaltungen von BDÜ, tekom, DTT und QSD über Terminologie, KI und Language Operations. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.bdue-fachverlag.de/detail_webinar/7045
von DTT e.V. • 2. Oktober 2026
DTT-Webinar Modellierung terminologischer Daten in RDF, SKOS, OWL und OntoLex-Lemon Termin & Ort: Dienstag, 13. Oktober 2026, 11:00 – 12:30 Uhr, online Referent: Tom Winter Inhalte: Wie lassen sich terminologische Daten so modellieren , dass sie nicht nur menschenlesbar , sondern auch maschineninterpretierbar , vernetzbar und für Semantic-Web-Anwendungen nutzbar sind? Dieses Webinar gibt eine praxisorientierte Einführung in die Modellierung terminologischer Ressourcen mit RDF, SKOS, OWL und OntoLex-Lemon . Dabei werden die unterschiedlichen Rollen und Einsatzmöglichkeiten der Standards erläutert und anhand typischer Beispiele aus der Terminologiearbeit veranschaulicht. Die Teilnehmenden erhalten damit einen Überblick über zentrale Modellierungsansätze und lernen, die Standards hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, Unterschiede und ihres Zusammenspiels einzuordnen. Über den Referenten: Tom Winter arbeitet als Terminologie, Computerlinguist und Data Scientist im Sprachenmanagement der Deutsche Bahn AG. Neben dem Terminologie- und Sprachdatenmanagement liegt sein Schwerpunkt auf Prozessautomatisierung und der Integration, Beeinflussung und qualitativen Bewertung von MT-Systemen. Tom Winter ist Vorsitzender des Deutschen Terminologie-Tag e.V. (DTT), Mitglied im Rat für Deutschsprachige Terminologie (RaDT) und vertritt den DTT im Vorstand von infoterm. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.bdue-fachverlag.de/detail_webinar/7077
von DTT e.V. • 2. Oktober 2026
DTT-Webinar KI trifft Terminologieprüfung und -korrektur: Neue Ansätze für Qualitätssicherung und Governance Termin & Ort: Montag, 5. Oktober 2026, 10:30 – 12:00 Uhr, online Referentin: Prof. Dr. Rachel Herwartz Inhalte: Konsistente Terminologie ist ein wesentlicher Baustein professioneller Übersetzungen und technischer Kommunikation. Doch die manuelle Prüfung von Begriffen auf Konsistenz, Normkonformität und korrekte Verwendung ist zeitaufwendig und erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT eröffnen hier neue Möglichkeiten: Terminologie automatisiert prüfen, unerwünschte Benennungen erkennen und Regelverstöße identifizieren. Gleichzeitig integrieren immer mehr Translation-Memory-Systeme und CAT-Tools KI-Funktionalitäten direkt in ihre Arbeitsabläufe. Doch wie zuverlässig arbeiten diese Verfahren in der Praxis? In diesem 90-minütigem Webinar werfen wir einen praxisnahen Blick auf die KI-gestützte Terminologieprüfung und -kontrolle . Sie erfahren, wie Sprachmodelle gezielt für die Qualitätssicherung eingesetzt werden können und wie sich durch Context Engineering reproduzierbare und nachvollziehbare Ergebnisse erzielen lassen. Dabei zeigen wir, wie Terminologievorgaben, bevorzugte und verbotene Benennungen sowie bestehende Terminologiebestände systematisch in den Prüfprozess integriert werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Term-RAG (Terminology Retrieval-Augmented Generation) . Anhand konkreter Beispiele zeigen wir, wie KI-Systeme gezielt mit terminologischem Wissen versorgt werden können, um konsistente und normgerechte Entscheidungen zu treffen . Darüber hinaus stellen wir mit AI Terminology Governance einen neuen Ansatz vor, mit dem sich terminologische Qualitätsanforderungen, Prüfregeln und Verantwortlichkeiten in KI-gestützten Workflows systematisch steuern und absichern lassen. Darüber hinaus betrachten wir die aktuellen Entwicklungen in Translation-Memory-Systemen und CAT-Tools , die zunehmend eigene KI-Funktionen für Übersetzung, Terminologie und Qualitätssicherung bereitstellen. Wir diskutieren, wie sich diese neuen Möglichkeiten sinnvoll in bestehende Prozesse integrieren lassen und welche Rolle Übersetzer und Linguisten künftig in einer KI-gestützten Arbeitsumgebung einnehmen – hin zum strategischen Qualitätsmanager und Kurator sprachlicher Wissensbestände. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.bdue-fachverlag.de/detail_webinar/7018
von DTT e.V. • 13. Juli 2026
In Kooperation mit der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlags GmbH veranstalten wir regelmäßig Webinare, die sich mit praktischen Themen aus den Bereichen Terminologiearbeit, Wissensmanagement und KI beschäftigen. Alle DTT-Webinare zählen zum DTT-Terminologiezertifikat .
von DTT e.V. • 1. Juni 2026
Die edition 1/2026 ist da! Viel Spaß beim Lesen und Weitergeben.
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