edition - Die Fachzeitschrift für Terminologie

Seit 2005 gibt der Deutsche Terminologie-Tag e.V. regelmäßig die Terminologiefachzeitschrift edition heraus. edition erscheint zweimal pro Jahr (jeweils am 1. Juni und am 1. Dezember) und richtet sich an alle, die sich in irgendeiner Form für Terminologie interessieren. In edition werden terminologisch relevante Themen aus Praxis, Forschung und Lehre aufgegriffen. Es wird aber auch aus solchen Fachgebieten oder Disziplinen berichtet, deren Kerngeschäft zwar nicht primär „terminologisch“ ist, für die Terminologie aber einen unverzichtbaren Bestandteil darstellt.

edition wurde 2015 in den European Reference Index for the Humanities and the Social Sciences (ERIH Plus) aufgenommen. Sie entspricht den allgemein gültigen internationalen Anforderungen (ISSN, Redaktionsbeirat, Doppelblindgutachten, Beiträge in deutscher und englischer Sprache usw.) und wird in mehr als 30 Bibliotheken im In- und Ausland ausgelegt. Anfragen richten Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

edition 2/2010

Ausgabe: 2-2010

inhalt

Terminologieaus- und -weiterbildung

Autor: Klaus-Dirk SchmitzWirtschaft und Verwaltung erkennen in zumehmendem Maße, dass nachhaltiges Wissens- und Terminologiemanagement Grundvoraussetzung für Produkt- und Dienstleistungsqualität, Kostenminimierung, Kundenbindung bzw. Bürgerzufriedenheit und Marktpositionierung sind. Die Folge: eine steigende Nachfrage nach ausgebildeten Terminologen. Vor diesem Hintergrund sind an deutschsprachigen Hochschulen, gerade auch im Zuge des Bologna-Prozesses, zusätzliche terminologische Ausbildungsinhalte in die Curricula eingebaut worden. Und auch die wachsende Zahl außerakademischer Aus- und Weiterbildungsangebote spiegelt den erhöhten Bedarf an Terminologen wider.

Zur Geschichte der Terminologieausbildung

Autor: Gerhard BudinIn diesem Beitrag wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Ausbildung im Bereich der Terminologie in Theorie und Praxis gegeben. Die Terminologieausbildung ist ebenso vielfältig wie das Spektrum terminologischer Tätigkeiten in der Berufspraxis sowie der Forschungs- und Lehrkontexte in der tertiären Aus- und Weiterbildung.

Universität des Saarlandes Fachrichtung 4.6 - Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen

Autor: Karl-Heinz FreigangAn der Fachrichtung 4.6 „Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen“ der Universität des Saarlandes werden bereits seit Ende der 80er Jahre Lehrveranstaltungen zum Thema „Terminologie“ angeboten, die im Rahmen des Modellversuchs„Sprachdatenverarbeitung in der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung“ (1988 – 1993) als Bestandteil eines systematischen Curriculums zur Integration elektronischer Werkzeuge für Übersetzer und Dolmetscher in den damaligen Saarbrücker Diplom-Studiengang entwickelt worden waren.

Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) - Fachbereich Kommunikation und Medien

Autor: Hans SchwarzDer Fachbereich Kommunikation und Medien an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) bietet derzeit zwei translationsorientierte Bachelor-Studiengänge an: „Fachkommunikation“ und „Fachdolmetschen für Wirtschaft, Behörden und Gerichte“. Beide Studiengänge umfassen eine Studiendauer von 7 Semestern mit einem obligatorischen einjährigen Auslandsaufenthalt im 3. und 4. Fachsemester.

Hochschule Karlsruhe - Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Autorin: Petra DrewerTerminologiearbeit lag lange Zeit in den Händen von Übersetzern, die sich „zwangsläufig“ der Aufgabe stellten, die in den Ausgangstexten verwendete Terminologie zu systematisieren und Äquivalente in den Zielsprachen zu finden. Doch professionelle Terminologiearbeit sollte deutlich früher beginnen, und zwar spätestens bei der Erstellung der Ausgangstexte (besser noch in der Entwicklungsphase). Bereits hier müssen terminologische Klarheit und Konsistenz herrschen, um die Erstellung der Texte (z. B. in Content-Management-Systemen) zu ermöglichen bzw. Effizienter zu machen, die Qualität der Texte zu verbessern und die anschließende Übersetzung zu vereinfachen. Aus diesem Grund spielt der Themenkomplex „Terminologie“ im Studiengang „Technische Redaktion“ an der Hochschule Karlsruhe eine zentrale Rolle.

Fachhochschule Köln - Fakultät 03 - Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation

Autor: Klaus-Dirk SchmitzDas Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) der Fachhochschule Köln hat 2002 als eines der ersten translatorischen Hochschulinstitute im deutschsprachigen Raum konsequent die Empfehlungen des Bologna-Prozesses umgesetzt und das gesamte Studienangebot ausschließlich auf akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge umgestellt. Derzeit werden im Rahmen der Reakkreditierung der Studiengänge die Erfahrungen der ersten 7 Jahre ausgewertet und in einem optimierten Curriculum umgesetzt.

Sprachen & Dolmetscher Institut München

Autor: Felix MayerDas Sprachen & Dolmetscher Institut München (SDI) bildet seit 1952 Sprachenprofis aus. Aufgrund der besonderen rechtlichen Lage in Bayern waren die Abschlüsse über Jahrzehnte hinweg eigene Abschlüsse des SDI. Mitte der siebziger Jahre wurde im Bereich Übersetzen und Dolmetschen die Staatliche Prüfung eingeführt, im Jahre 2007 mit der Errichtung der Hochschule für Angewandte Sprachen akkreditierte Bachelor- und Masterabschlüsse. Heute bildet das SDI mit Bezug auf Terminologie in Übersetzen, Dolmetschen und Technischer Kommunikation aus.

Hochschule Anhalt in Köthen - Bachelor-Studiengang Softwarelokalisierung

Autorin: Uta Seewald-HeegTerminologie spielt in allen Phasen des Entwicklungsprozesses eines Softwareprodukts eine entscheidende Rolle. Wenn ein (Software-)Unternehmen systematisches Terminologiemanagement betreibt, können Entwickler und Technische Redakteure bereits bei der Produktentwicklung auf konsistente Terminologie zugreifen, die dann die Basis für die Lokalisierung des Softwareprodukts, der produktbegleitenden Informationen, der Marketingmaterialien und der Internetpräsenz bildet.

Universität Innsbruck - Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Autor: Peter SandriniIn § 1 des Curriculums für das Bachelorstudium Translationswissenschaft an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck wird darauf hingewiesen, dass das Bildungsziel und Qualifikationsprofil der „Erwerb jener Kompetenzen, die für die professionelle Tätigkeit im Bereich der transkulturellen Kommunikation erforderlich sind“, was weiter unten u. a. konkretisiert wird mit der „Kenntnis aktueller professioneller Arbeitsmittel und Translationstechnologien“.

Universität Wien - Zentrum für Translationswissenschaft

Autor: Gerhard BudinDie Terminologieausbildung ist an der Universität Wien am Zentrum für Translationswissenschaft am Lehrstuhl „Translatorische Terminologiewissenschaft und Übersetzungstechnologien“ (Prof. Budin) angesiedelt. Die Lehrveranstaltungen sind über alle drei Stufen der Bologna-Architektur verteilt, also Bachelor (3 Jahre), Master (2 Jahre) und Doktorat/PhD (3 Jahre), beim Master insbesondere in der Spezialisierung „Fachübersetzen“ im Masterprogramm „Übersetzen“, wobei neben der Terminologie auch Lokalisierung und Technische Kommunikation berücksichtigt sind.

Universität Heidelberg - Seminar für Übersetzen und Dolmetschen am Institut für Allgemeine und Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft

Autorin: Nicole KellerDerzeit gibt es drei verschiedene Studiengänge am Seminar für Übersetzen und Dolmetschen, in denen Terminologie ein zentraler Bestandteil ist: BA „Übersetzungswissenschaft“, MA „Übersetzungswissenschaft“ und BA „Translation Studies for Information Technologies (TSIT)“.

Karl-Franzens-Universität Graz - Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft

Autor: Gernot HebenstreitDie Terminologieausbildung im engeren Sinn erfolgt im Rahmen des „Masterstudiums Übersetzen“ sowie des „Masterstudiums Dolmetschen“, wo sie im aktuellen Studienplan gemeinsam mit einer Lehrveranstaltung zur Berufskunde das Modul „Berufskunde und Terminologiemanagement“ bildet.

Technische Universität Chemnitz - Institut für Germanistik, Medien, Technik und Interkulturelle Kommunikation

Autorin: Sonja RudaBachelor Technikkommunikation 1. Semester: Vorlesung mit Übung - Textarbeit I. Es wird ein Überblick über Sprache und Kommunikation und deren Rollen in der Technischen Dokumentation gegeben, wobei auch auf die Inhalts- und Ausdrucksseite von Fachwörtern eingegangen wird.

Fremdspracheninstitut der Stadt München

Autor: Maribert WilesAn der Fachakademie des Fremdspracheninstituts der Stadt München (FIM) sind terminologierelevante Inhalte bereits seit Mitteder 90er Jahre fest in das Lehrangebot integriert. Im 2. und 3. Studienjahr der insgesamt 3-jährigen Vollzeitausbildung für Übersetzer/ Dolmetscher ist das Fach EDV-gestützte Terminologiearbeit und computergestütztes Übersetzen (CAT) ein wichtiger und berufsrelevanter Bestandteil des Unterrichtsgeschehens. Die übergeordnete Zielsetzung sieht das Institut darin, die Absolventinnen und Absolventen auf die komplexen Anforderungen der beruflichen Praxis im Bereich der Recherche, des Aufbaus und der Verwaltung von übersetzungsbezogener Terminologie sowie den Umgang mit Übersetzungstools optimal vorzubereiten.

Das Fortbildungsangebot des DTT - Rückblick über die letzten 5 Jahre mit neuen Schwerpunkten

Autorin: Jutta ZeumerDer DTT hat seit Beginn seiner Aktivitäten Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Sie wurden sehr häufig in Verbindung mit den Mitgliederversammlungen in den zwischen den Symposien liegenden Jahren durchgeführt. Fortbildung wurde in erster Linie als Unterstützung für die eigenen Mitglieder gesehen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihr Berufswissen an veränderte Prozesse und neue Technologien im technischen Übersetzungs- und Redaktionswesen anzupassen.

edition 1/2010

Ausgabe: 1-2010

inhalt

Text Mining und Text Mining Services

Autor: Gerhard HeyerInternetbasierte Contentdienste verwenden in hohem Maße Text Mining Services, die über eine entsprechende Service-Infrastruktur angeboten werden. Text Mining Services sind für eine Vielzahl von Content-intensiven Anwendungen in der Industrie und den e-Humanities von Interesse. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Text Mining und einer SOA-basierten Sprachressourcen-Infrastruktur werden Anwendungen im Bereich der e-Humanities und der Sentimentanalyse skizziert.

Topic Maps (ISO 13250) für die Terminologiearbeit

Autor: Lutz MaicherTopic Maps ist der internationale Industriestandard für die semantische Repräsentation und Integration von Informationen. Er wird weltweit in Industrie, Wissenschaft und Verwaltung eingesetzt. Topic Maps steht für flexible Modellierung und klar definierte Identität von Konzepten. Topic Maps sind daher auch für die Terminologiearbeit relevant und somit die hier vorliegende Einführung in diese semantische Technologie.

Von Platon zu Alexander dem Großen – automatische Extraktion von Topic-Maps-basierten Assoziationsketten aus Sozialen Netzwerken der Antike

Autoren: Marc Büchler, Benjamin Bock und Frederik BaumgardtMit dem exponentiellen Wachstum von digital zur Verfügung stehenden Texten wächst auch die Notwendigkeit nach immer effektiveren Suchmöglichkeiten. Diesbezüglich wird im Rahmen dieses Beitrags die Methode der Assoziationsketten eingeführt und an einem Beispiel aus den e-Humanities erklärt. Hierbei steht Wissen im Vordergund, das nicht direkt im Text beobachtet werden kann.

Aufbau und Erweiterung terminologischer Ressourcen unter Verwendung automatischer Terminologieextraktion

Autoren: Florian Holz und Klara KranebitterIn diesem Beitrag stellen wir ein Werkzeug zur automatischen Terminologieextraktion vor, das den Terminologen beim Aufbau und der Erweiterung terminologischer Ressourcen unterstützen soll. Das Werkzeug basiert auf statistischer Textanalyse und bietet eine graphische Benutzeroberfläche. Es wurde im EU-Projekt ASK-IT erfolgreich eingesetzt, um bestehende Ressourcen (Multi-Term) anzureichern

Stimmungen in deutschsprachigen Nachrichten, Blogs und dem DAX

Autoren: Robert Remus und Khurshid AhmadZeitreihen, d. h., zeitäbhängige Folgen von Datenpunkten, sind ein wichtiges Instrument für die Analyse von Wetterphänomenen und Börsenkursen. Zeitreihenanalysen werden aber auch zunehmend auf Textkorpora angewendet, im vorliegenden Fall auf deutschsprachige Zeitungsartikel und Blogbeiträge mit inhaltlichem Schwerpunkt auf der deutschen Finanzwirtschaft. Die Autoren untersuchen dabei die Eigenschaften in den Veränderungen der Frequenzen positiv und negativ konnotierter Benennungen und vergleichen diese mit den Eigenschaften der Kursverläufe des DAX 30.

Relationsextraktion aus Fachsprache – ein automatischer Ansatz für die industrielle Qualitätsanalyse

Autoren: Christian Hänig und Martin SchierleQualitätsanalysen in der Automobilindustrie basieren auf strukturierten Daten wie Schadensschlüsseln oder Bauteilnummern. Neben diesen Daten wird auch ein Freitext erfasst, welcher wichtige Informationen für die Qualitätsprozesse enthält. Dieser Beitrag präsentiert im Folgenden einen Workflow aus mehreren Sprachanalyse-Modulen zur Extraktion interessanter Begriffe (wie Bauteile und Symptome) und deren Relationen zueinander.

Merging und Migration von Terminologiedaten ohne Streuverlust

Autorin: Nicole WohlfahrtIn vielen Unternehmen warten wertvolle Datenbestände auf ihre Nutzung. Terminologie – ob in Form unsynchronisierter Begriffslisten oder strukturierter Begriffssysteme – stellt einen bedeutenden Unternehmenswert dar, den es auszuschöpfen gilt. Alfaloc bietet vielfältige Unterstützung bei dieser Art von Investitionssicherung.

FIDUCIA IT AG – Terminologie geht auf’s Ganze

Autoren: Ayten Turhan und Oliver CollmannFür die FIDUCIA IT, dem Karlsruher IT-Dienstleister für Banken, ist Terminologie ein strategisches Thema. Deshalb führt die FIDUCIA ein systematisches Terminologiemanagement ein. Das Ziel ist es, eine konsistente Sprache zu entwickeln, die die Bank- und IT-Fachsprache vereinheitlicht. Die eigene Terminologie wird dabei als wertvolle Unternehmensressource betrachtet, die intern und extern genutzt wird.

Corporate Language – Herr über die Sprachenvielfalt im Unternehmen bleiben

Autor: Maurice MayerDas Thema Terminologie rückt bei der Produkt- und Unternehmenskommunikation immer stärker in den Fokus. Eine einheitliche Darstellung der Produkte und Informationen ist inzwischen integraler Bestandteil einer Corporate Language. Im folgenden Beitrag wird erläutert, welche verschiedenen Herangehensweisen es beim Aufbau einer Terminologiedatenbank, einer konsistenten Unternehmenssprache und dem Einsatz geeigneter Sprachtechnologien gibt.

edition 2/2009

Ausgabe: 2-2009

inhalt

Einige Gedanken zur geschichtlichen Entwicklung der Terminologie

Autor: Heribert PichtDieser Beitrag versucht, die Entwicklungsgeschichte der Terminologie als praktische Tätigkeit und wissenschaftliche Disziplin nachzuzeichnen. Dabei werden die verschiedenen Anstöße und Ansätze, die die Entwicklung bestimmt haben, aufgezeigt und die Einflüsse anderer Disziplinen auf die theoretische Fundierung der Terminologiewissenschaft als inter- und transdisziplinären Wissensbereich dargelegt.

Jenseits der Fachkommunikation – ein Blick in die Zukunft der Terminologie

Autorin: Sue Ellen WrighBegriffsbestimmung, Benennungszuordnung und hierarchische Wissensmodellierung sind so alt wie die westliche Philosophie. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb bedient man sich dieser Ordnungsmittel im Bereich des webgestützten Wissensmanagements (Stichwort Semantic Web), wenn es um die Nutzung von Ressourcen wie etwa XML-basierten Terminologiedatenbanken, Metadaten-Registern, Katalogsystemen oder Ontologien geht. Der vorliegende Beitrag wirft auf der Grundlage retrospektiver Betrachtungen einen Blick in die Zukunft der Terminologie und zeigt Trends auf, die andeuten, dass die Grundsätze und Methoden der Terminologie in einer wachsenden Zahl von Wissensgemeinschaften (Communities of Practice) Anwendung finden.

106 Jahre Terminologienormung – ein großer Nutzen für die Wirtschaft

Autor: Gottfried HerzogFachsprachliche Werke, Verzeichnisse und Nomenklaturen lassen sich geschichtlich weit zurückverfolgen. Auch die ersten nationalen Wörterbücher der Gebrüder Grimm enthalten bereits fachsprachliche Wendungen. Die rasante technische Entwicklung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert brachte auch einen großen Bedarf an neuen und eindeutigen Fachbegriffen mit sich. So beginnt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit einem ‚Technolexikon? – ein Projekt, in dem von 1902 bis 1905 mehr als 3,5 Millionen Einträge gesammelt wurden. Dieses Projekt wurde jedoch alsbald zugunsten von systematischen fachgebietsbezogenen und mehrsprachigen Bildwörterbüchern aufgegeben. Die Informationstechnik erlaubte erst viel später im Verlauf des 20. Jahrhunderts eine effiziente Verwaltung und Nutzung von solchen großen Datenbeständen.

History of ISO/TC 37 and Infoterm

Autor: Christian GalinskiThe beginnings of terminology standardization are closely linked to the standardization efforts of IEC (International Electrotechnical Commission, founded in 1906) and ISO (International Organization for Standardization, founded in 1946). Terminology standardization can be subdivided into two distinct activities: standardization of terminologies and standardization of terminological principles and methods. The two of them are mutually interdependent, since the standardization of terminologies would not result in highquality terminological data if certain common principles, rules and methods are not observed. On the other hand, these standardized terminological principles, rules and methods must reflect the state-of-the-art of theory and methodology development in those domains in which terminological data have to be standardized in connection with the formulation of subject standards.

Nordterm – effizient und unbürokratisch

Autor: Christer LaurénIn den Nordischen Ländern ist die terminologische Arbeit unterschiedlich organisiert. In einigen Fällen sind es Vereinigungen, in anderen staatliche Organisationen, die sich der Terminologiearbeit widmen. In einem weiteren Falle wird nicht zwischen Gemein und Fachsprache unterschieden, denn die Statusplanung richtet sich auf die Gesamtsprache im Sinne von Lothar Hoffmann. Die terminologischen Organisationen haben eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Nordterm. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die terminologische Arbeit und die verschiedenen Auffassungen und Ansätze.

edition 1/2009

Ausgabe: 1-2009

inhalt

Aktive Terminologie- Workflows mit QuickTerm

Autor: Klaus FleischmannGelebtes Terminologiemanagement bedingt neben inhaltlichen und technischen Voraussetzungen auch einen defi nierten, zentralen Workfl ow, der die Bedürfnisse verschiedenster Endbenutzer berücksichtigt. Da die kommerziellen Power-Tools diese Anwendergruppe nicht abdecken, entwickelte die Kaleidoscope GmbH mit QuickTerm eine Workfl ow-Komponente zur integrierten Suche, Term-Beantragung sowie Term-Freigabe: unkompliziert, rasch und technologisch einfach.

Das Microsoft-Sprachenportal – eine Zwischenbilanz

Autorin: Marion SandroneSeit knapp einem Jahr ist das neue Sprachenportal von Microsoft live im Internet. Sicher haben nicht nur wir bei Microsoft uns intern darüber Gedanken gemacht, was unsere Leser interessiert, oder besser: Interessiert es überhaupt, wird es genutzt, und welche Unterseite fi ndet die meiste Resonanz? In diesem ersten Jahr haben wir viel geschrieben, übersetzt, aktualisiert, aber auch analysiert, ausgewertet und bewertet. Über die Ergebnisse werde ich weiter unten berichten, hier vorab ein Überblick über das Angebot auf dem Microsoft-Sprachenportal unter www.microsoft.com/language.

cognitas TermControl – ein einfaches Prüfprogramm für Ihre Terminologie

Autorin: Christiane AigleDie systematische Prüfung und verbindliche Definition der in den eigenen Publikationen verwendeten Terminologie sorgt für eine bessere Verständlichkeit und Qualität der Kommunikation. Werden die Publikationen dann auch in mehrere Sprachen übersetzt, führen einheitlich verwendete Benennungen mittelfristig zu einer Kostenreduktion. Doch ohne technologische Unterstützung und Prüfprogramme ist eine optimale Prüfung und Kontrolle kaum möglich.

Der konsequente Weg zur einheitlichen Terminologie

Autor: Rainer PflaumIn der Hektik des Unternehmensalltags wird die Einhaltung einer einheitlichen Terminologie oft vernachlässigt. Vor dem Hintergrund zunehmend komplexer Geschäftsprozesse bei steigenden Qualitätsanforderungen und verschärfter Produkthaftung gewinnt sie jedoch immer mehr an Bedeutung. Am Beispiel der technischen Dokumentation lässt sich veranschaulichen, welchen Nutzen ein gezieltes Terminologiemanagement beinhaltet und wie es sich mit einem geeigneten Tool schnell und einfach realisieren lässt.

SDL-Terminologie-Umfrage 2009

Autor: Michael WetzelSowohl Unternehmen als auch Übersetzer erkennen die Wichtigkeit von Terminologieverwaltung und deren Bedeutung für die einheitliche Markenbildung. Aber verwalten sie Ihre Termini wirklich effektiv? SDL hat kürzlich zwei Umfragen zu aktuellen Tendenzen und Meinungen bezüglich Terminologie durchgeführt, sowohl in Unternehmen als auch speziell in der Übersetzungs- und Lokalisierungsindustrie.

English only? Was wird aus Deutsch und den anderen europäischen Sprachen?

Autor: Josef CombuchenSo lautete das Thema eines internationalen Symposions am 6. und 7. November 2008, das die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sprachrat und dem Goethe-Institut in Brüssel durchführte. In Grußworten wandten sich unter anderen der Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der EU, Dr. Duckwitz, und der Referent Johan Häggman vom Büro des EU-Kommissars Orban an die Symposion-Teilnehmer. Häggman unterstrich die Problematik der Mehrsprachigkeit durch das Anwachsen der Amtssprachen von ursprünglich 4 auf heute 23. Er räumte ein, dass sich die Dominanz des Englischen verstärkt habe, obschon Mehrsprachigkeit ein Reichtum Europas sei. Die Politik der EU für Mehrsprachigkeit sei darauf ausgerichtet, allen Bürgern der EU die Möglichkeit zu geben, zusätzlich zur Muttersprache zwei Fremdsprachen zu erlernen. Denn sprachliche Vielfalt sei im internationalen Vergleich Europas Trumpfkarte.

Keine Selbstaufgabe - Ein neuer Verein kämpft für Deutsch als Wissenschaftssprache

Autoren: Ralph Mockiat und Hermann DieterAus Sorge um die Bewahrung der Vielfalt wissenschaftlicher Erkenntnis gründeten sieben Wissenschaftler überwiegend naturwissenschaftlicher Fachrichtungen Anfang 2007 den Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache (ADAWIS) e.V. Was sind die Ziele des Vereins? Es ist nicht zu bestreiten und anzuerkennen, dass sich in vielen Disziplinen das Englische als weltweite Verständigungssprache weitgehend durchgesetzt hat. Mittlerweile ist im deutschsprachigen Raum das Englische jedoch im Begriff, selbst im Inland die Landessprache aus Forschung und Lehre zu verdrängen. Der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache (ADAWIS) hält dies für eine sehr bedenkliche Entwicklung.

edition 2/2008

Ausgabe: 2-2008

inhalt

alfaloc – Terminologiemanagement mit System

Autorin: Nicole WohlfahrtWurde Terminologiearbeit in der Vergangenheit häufig nur als Nebenprodukt der Übersetzungsarbeit betrachtet, sind sich heute immer mehr Unternehmen der Bedeutung von Terminologie für ihre Corporate Identity und ihren internationalen Marktauftritt bewusst. Doch nur ein systematischer Terminologieprozess kann erfolgreiches Terminologiemanagement sicherstellen. alfaloc hat einen solchen Terminologieprozess konzipiert, der menschliches Knowhow und Technologie optimal miteinander verbindet.

Unternehmensterminologie bei Siemens Energy Sector

Autorin: Katharina HaberlandBeim Siemens Energy Sector wurde im Zeitraum von Mai bis Juli 2006 ein Terminologie-Management aufgesetzt. Ziele waren die Kommunikation in der Produktentwicklung zu vereinfachen, verständliche sowie einheitliche Produkte und Benutzerdokumentation bereitzustellen und den Übersetzungsprozess effi zienter zu gestalten. Das Terminologie-Management konnte von Anfang an zur Zielerreichung beitragen.

Museumsvokabular - die Situation in Deutschland und die Initiative „www.museumsvokabular.de“ - Einige Thesen

Autoren: Axel Emmert und Carlos SaroTerminologie bzw. Vokabular finden sich in Museen an vielen Stellen: im Objektlabel, im Katalog, in der Dienstkartei und an weiteren Stellen. Weil sie dergestalt oft nicht als geschlossene und einheitliche Bestände vorliegen und zugreifbar sind, werden sie oft nicht genuin als „Terminologie“ wahrgenommen. Dies betrifft die – grob – 4 Bereiche von Museumsvokabular: Fachvokabular zur Beschreibung der Objekte; Restauratoren-Vokabular; dokumentarisches Hilfs-Vokabular; das eigene, berufsfachliche museumsspezifische Vokabular (an dem ebenfalls noch Arbeit zu leisten ist). Einheitliche Datenfelder im Zusammenhang der EDV-Nutzung bringen bis dahin getrennt existierende Vokabulare stärker zusammen und geben ihnen eine formell deutlichere Form. Zu einzelnen Bereichen von Museumsvokabular gibt es auch bereits veröffentlichte Listen, Thesauri (z.T. mehrsprachige) usw. Entscheidend ist jetzt die Zusammenarbeit zwischen Museen und die leichte Zugreifbarkeit zu Vokabular, die durch das Internetportal www.museumsvokabular.de und das dazugehörige Datenformat gefördert werden soll.

Terminologische Besonderheiten bei der Übersetzung juristischer Fachtexte

Autorin: Silke Anne MartinMit zunehmenden globalisierten Strukturen geht auch ein weltweiter Anstieg des Übersetzungsvolumens juristischer Texte einher. Die Besonderheiten der juristischen Sprache, die Notwendigkeit der Kenntnisse hinsichtlich der Rechtsordnungen, die bei der Übersetzung von Rechtstexten involviert sind, die Kenntnisse bezüglich der Richtlinien, die eine eventuelle Beglaubigung der Übersetzung mit sich bringt, stellen den Übersetzer juristischer Texte vor zusätzliche Herausforderungen. Durch die den Rechtstexten eigene Interdisziplinarität werden dem Übersetzer auch Kenntnisse aus anderen Fachbereichen abverlangt. Dies setzt beim Sprachmittler ein umfassendes Allgemeinwissen sowie die Gabe zur raschen Einarbeitung in neue Fachgebiete und den damit verbundenen kontinuierlichen Kenntniserwerb von fachspezifischer Terminologie in Ausgangs- und Zielsprache voraus.

Terminologie und Minderheitensprachen

Autorin: Isabella TiesWie steht es um die Terminologiearbeit in den Minderheitensprachen? Sie sind vom Aussterben bedroht, wenn sie nicht durch gezielte Terminologiearbeit weiterentwickelt und gefördert werden. Wie geht man vor, wenn man Terminologiearbeit für Sprachen wie das Fersische, das Ladinische oder das Sardische erarbeiten will? In „größeren“ Minderheitensprachen wie dem Katalanischen oder dem Irischen läuft die Terminologiearbeit bereits auf Hochtouren. Die kleineren Sprachen hingegen wie etwa Ladinisch stehen immer noch vor sehr großen Herausforderungen.

Terminologiepolitik und Terminologieinfrastruktur in Schweden

Autorin: Anna-Lena BucherTerminologiearbeit hat in Schweden seit fast 70 Jahren eine bedeutende Rolle gespielt, vor allem im technischen Bereich. Im Zusammenhang mit der laufenden informationstechnischen Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich neue Bedürfnisse im Bereich Terminologie und terminologischer Dienstleistungen. Ein größeres terminologisches Bewusstsein zeigt sich auch immer deutlicher bei der Übersetzungsarbeit innerhalb der EU, in der Schweden nun schon seit 13 Jahren Mitglied ist. Sollen übersetzte EU-Texte im Prinzip als Originaltexte zusammen mit nationalen Vorschriften, Rechtstexten etc. funktionieren, dann muss die Terminologie aus diesen Texten systematisch und methodisch behandelt werden.

edition 1/2008

Ausgabe: 1-2008

inhalt

Terminologieplanung ist weit mehr als Sprachplanung – und betrifft (fast) jeden

Autorin: Anja DrameDas Thema Terminologieplanung und Terminologiepolitik erlebt derzeit einen Boom. Regelmäßig finden Seminare und Konferenzen statt, die – direkt oder implizit – Terminologieplanung zum Thema haben. Dabei wird deutlich, dass es vor allem an einem fehlt: einer klaren Begriffsbestimmung. Anhand von drei Beispielen soll dargestellt werden, dass Terminologieplanung weit mehr ist als nur Sprachplanung und welch divergierende Bedürfnisse dabei auftreten können. Eine derzeit im Entstehen befindliche internationale Norm will Hilfestellung für die Formulierung und Umsetzung einer nachhaltigen Terminologiepolitik geben.

Vision and Terminology Policy

Autor: Bassey E. AntiaAlthough the concept of a terminology policy is gaining currency, the role and applications of terminology in many environments continue to be rather limited. This piece uses a strategic management framework to suggest that this is so because the directive principles or visions in institutional terminology policies are shaped by the management stage at which terminology is allowed a voice. The article suggests some of what needs to happen if the buzzword “terminology policy” is to really herald a new era for terminology.

National language and terminology policies – a South African perspective

Autorin: Mariëtta AlbertsAuf vielen Märkten hat Microsoft Community-Engagement-Projekte mit verschiedenen Themenschwerpunkten eingeleitet, so auch im Bereich der Terminologie. Der interne Sprachdienst Microsoft International Language Solutions (MILS) führt auf lokaler und globaler Ebene verschiedene Programme durch und sammelt anhand des Microsoft-Terminologieforums MTCF (Microsoft Terminology Community Forum) für viele Sprachen gleichzeitig Feedback von IT-Experten und Verbrauchern. Die Terminologen für die ostasiatischen Sprachen Japanisch, Koreanisch, traditionelles und vereinfachtes Chinesisch leisten zudem einfallsreiche Öffentlichkeitsarbeit in ihren Ländern.

Irish Terminology Policy

Autorin: Helena Ní GhearáinAuf vielen Märkten hat Microsoft Community-Engagement-Projekte mit verschiedenen Themenschwerpunkten eingeleitet, so auch im Bereich der Terminologie. Der interne Sprachdienst Microsoft International Language Solutions (MILS) führt auf lokaler und globaler Ebene verschiedene Programme durch und sammelt anhand des Microsoft-Terminologieforums MTCF (Microsoft Terminology Community Forum) für viele Sprachen gleichzeitig Feedback von IT-Experten und Verbrauchern. Die Terminologen für die ostasiatischen Sprachen Japanisch, Koreanisch, traditionelles und vereinfachtes Chinesisch leisten zudem einfallsreiche Öffentlichkeitsarbeit in ihren Ländern.

edition 2/2007

Ausgabe: 2-2007

inhalt

Microsoft: Kundenorientierte Terminologiearbeit in ostasiatischen Sprachen

Autoren: Koichi Nagajima, Hyo Jung Nam, Nan Yang, Doris Huang (Aus dem Englischen übersetzt von Barbara Inge Karsch)Auf vielen Märkten hat Microsoft Community-Engagement-Projekte mit verschiedenen Themenschwerpunkten eingeleitet, so auch im Bereich der Terminologie. Der interne Sprachdienst Microsoft International Language Solutions (MILS) führt auf lokaler und globaler Ebene verschiedene Programme durch und sammelt anhand des Microsoft-Terminologieforums MTCF (Microsoft Terminology Community Forum) für viele Sprachen gleichzeitig Feedback von IT-Experten und Verbrauchern. Die Terminologen für die ostasiatischen Sprachen Japanisch, Koreanisch, traditionelles und vereinfachtes Chinesisch leisten zudem einfallsreiche Öffentlichkeitsarbeit in ihren Ländern.

Ein kulturhistorischer Überblick - Terminologie in China

Autor: Changquing Zhou (Aus dem Englischen übersetzt von Detlef Reineke)In China lassen sich terminologische Überlegungen und Aktivitäten bis ins Altertum zurückverfolgen. Und auch heute noch üben tausendjährige Postulate und Praktiken einen starken Einfluss auf chinesische Terminologen aus. Ein Blick auf die chinesische Terminologiegeschichte erleichtert das Verständnis für die derzeitigen Anstrengungen und Verfahren.

Lionbridge – auf der Höhe der Zeit (Terminologiemanagement Tools in webbasierter Umgebung)

Autorin: Dorina FreyTerminologie-Management spielt angesichts der zunehmenden Globalisierung bei vielen Unternehmen eine immer größere Rolle. Die tägliche Terminologiearbeit zeigt, dass man sich auf Translation Memories, die über Jahre befüllt werden, nicht ohne Prüfung verlassen kann. Konsistenz kann nur durch zusätzliche Glossare, die vom Kunden validiert und freigegeben werden, garantiert werden. Lionbridge hat daher eine web-basierte Umgebung für Translation Memories, Glossare und zusätzliche Terminologie-Management Tools entwickelt, die in einer sicheren Datenbank zentral gespeichert werden. Der Name dieses Webportals ist Logoport™. Durch Kompatibilität zu anderen Übersetzungstools können vorhandene Legacy-Daten problemlos auf Logoport™ migriert werden. Das Zusammenspiel zwischen Online-Translation Memories, Online-Glossaren und unterstützenden Tools garantiert eine optimierte Zusammenarbeit zwischen Übersetzern, Lionbridge Mitarbeitern und Kunden und darüber hinaus ein hohes Niveau an Konsistenz.

SegaInterSettle AG - Ein Praxisbericht

Autorin: Silvia Cerrella BauerWenn sich die Terminologiearbeit als fester Bestandteil des Übersetzungsprozesses eines internen Sprachendienstes durchsetzt und stetig betrieben wird, können Geschäftsprozesse wirksam unterstützt werden. Dieser Beitrag beschreibt die Ansätze, Ziele und Methoden der Terminologiearbeit bei SIS SegaInterSettle AG (SIS), einem international tätigen Schweizer Finanzdienstleister.

Terminologieprüfung

Autorin: Angelika ZerfaßAllein das Vorhandensein einer Termbank gewährleistet noch nicht, dass die Terminologie auch konsistent eingesetzt und der Termbank entsprechend in der Übersetzung verwendet wird. Anhand von Terminologieprüfungen bei der Dokumentationserstellung sowie während also auch nach der Übersetzung, kann die korrekte Verwendung von bestimmten Benennungen, die z.B. nur für einen bestimmten Kunden oder ein spezielles Fachgebiet zugelassen sind, überprüft werden. Auch die konsistente Verwendung von Benennungen sowie das Vorkommen eventuell verbotener Benennungen sind mit diesen Prüfungen möglich. In diesem Artikel sollen die Voraussetzungen erläutert werden, die eine Termbank oder eine Termliste erfüllen müssen, um für die Prüfung der Terminologie vor, während oder nach der Übersetzung von Nutzen zu sein. In diesem Zusammenhang werden die verschiedenen Möglichkeiten der Terminologieprüfung erläutert, wie sie in den getesteten Tools zur Verfügung stehen.

Weltweit die richtige Botschaft vermitteln: Leichter gesagt als getan!

Autorin: Christie FiduraGlobal tätige Unternehmen müssen Informationen zunehmend für den Weltmarkt bereitstellen, wobei sie auf vielfältige Herausforderungen stoßen. Um lokale Märkte schnell und kostengünstig zu erreichen, sind besonders zielgerichtete Botschaften wichtig, die die Markenbildung vor Ort unterstützen. Um dennoch eine Konsistenz der Botschaften auf internationaler Ebene zu gewährleisten, empfiehlt sich die Verwendung einer emotionalen, an Kundenerfahrungen orientierten Terminologie.

edition 1/2007

Ausgabe: 1-2007

inhalt

The Once and Future ISO 704

Autorin: Sue Ellen WrightISO 704:2000 provides a concise introduction to the principles and methods of terminology management that is appropriate for standardizers. A new revision has met with serious disapproval from new metadata-oriented constituencies in ISO TC 37. The article outlines specific new user groups and causes for complaint, then proposes solutions.

New ideas - on how to support terminology standardization projects

Autor: Dr. Christian Galinski Dieser Beitrag fasst verschiedene Erwägungen und Vorschläge aus Dokumenten von ISO/TC 37, ISO/IEC-JTC 1/SC 32 und des ISOZentralsekretariats zusammen. Vorgestellt wird zudem ein Überblick über eine künftige ISO-Termbank, die eingebettet ist in die Normenschaffungs-, -produktions- und -distributionsstrukturen der ISO einerseits und andererseits integriert werden soll in eine weltweite Netzwerkumgebung, die sich in Richtung föderierte Repositorien entwickelt.

EN 15038: Standardisation for translators – a new aspect

Autor: John D. GrahamDieser Vortrag wurde an der Université Rennes 2 in Frankreich am 23. September 2006 gehalten. Er wird zur Veröffentlichung im eDITion von dem Vorstand des ATICOM Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. freigegeben, als dessen Vertreter John Graham in Rennes aufgetreten ist.

Aufbau einer Terminologieabteilung - Was braucht man außer dem Budget eigentlich sonst noch?

Autorin: Barbara Inge KarschImmer mehr Sprachendiensten gelingt es, das Budget für den Aufbau eines Terminologiesystems zu sichern. Ist die Finanzierung gewährleistet, sollte das System auch optimal genutzt werden. Hier sollen drei wichtige Bestandteile eines Terminologiesystems anhand von Beispielen aus der Praxis bei J.D. Edwards und Microsoft herausgegriffen werden: Mitarbeiterkenntnisse, Eintragsstandardisierung, und Mehrwertnachweise.

Terminologiemanagement als Fundament für effektives Wissensmanagement

Autor: Dr.-Ing. Wolfgang SturzVor allem, wenn es um Terminologiemanagement geht, trifft Mark Twains Bemerkung sicher zu: Es reicht nicht, das fast richtige Wort zu verwenden, denn im schlimmsten Fall ist das fast richtige Wort das ganz falsche. Gerade bei sensibler Produkt- oder Firmenkommunikation kann eine fehlerhafte Terminologie weitreichende Folgen haben: Von der fehlerhaften Dokumentation und damit fehlerhaftem Produkt bis hin zu Schäden an Leib und Leben der Verbraucher. Und auch ein ansonsten vorbildliches Wissensmanagement ist ohne Terminologiemanagement nur die Hälfte wert: Die meisten Unternehmensprozesse können nur dann einwandfrei funktionieren, wenn ihnen eine konsequent eingehaltene Terminologie zugrunde liegt.

edition 2/2006

Ausgabe: 2-2006

inhalt

Fußball- und Küchenterminologie - Glossare mit interkulturellem Flair

Autoren: Prof. Dr. em. Jean Klein und Ralf PflegerSeit ein paar Jahren veröffentlicht das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) eine Reihe von Glossaren, die eine interkulturelle Komponente beinhalten. In diesem Artikel werden zwei dieser Glossare, „Fußball“, das anlässlich der WM völlig überarbeitet und erweitert wurde, und „Küche“ von zwei Teammitgliedern analysiert. Auf die Einleitung, in der die Charakteristika der Glossare vorgestellt werden, folgt eine Untersuchung der lexikografischen Konstanten und der terminologischen Besonderheiten.

Äquivalenz und Systemgebundenheit juristischer Termini

Autor: Jo Combüchen Gerade vor dem Hintergrund eines trotz einzelner Rückschläge schnell zusammenwachsenden Europas mit einem immer engmaschigeren Regelungsnetz muss der Terminologe bzw. Übersetzer juristischer Texte oft schier unüberwindbare terminologische und rechtssystematische Hürden meistern.

Wirtschaftliche Terminologiearbeit in der Technischen Dokumentation

Autor: Dieter GustDer Artikel geht der Frage nach, welche Bedeutung Terminologie in der Technischen Dokumentation hat. Dabei steht im Vordergrund, was fehlende Terminologie im Gesamtprozess der Erstellung und Übersetzung von Dokumenten an Kosten auslöst und welchen Kostenfaktor demgegenüber der Aufbau und die Pflege von Terminologie darstellt.

Terminologieextraktion

Autorin: Angelika ZerfaßDie Extraktion von Terminologie aus ein- oder zweisprachigen Quellen unterschiedlicher Formate wird von verschiedenen Softwareprogrammen unterstützt. Eine einsprachige Extraktion ist aus nahezu jedem Textformat möglich, während die zweisprachige Extraktion vor allem für Translation Memory Datenbanken oder zweisprachige Übersetzungsdateien verwendet wird. Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick, anhand welcher Methoden Terminologie extrahiert werden kann. Anhand einiger Programme wird gezeigt, welche Einstellungen für die Extraktion möglich sind, wie die weitere Verarbeitung der extrahierten Listen aussieht und in welchem Format die Termlisten an Termbanksystem weitergegeben werden können.

edition 1/2006

Ausgabe: 1-2006

inhalt

Deutsche Rechtssprache(n) und EU-Deutsch am Beispiel Schengen

Autorin: Dr. Annelies Glander Es gibt so viele Rechtssprachen wie es Staaten gibt. Das kann bisweilen Verwirrung stiften, wenn zwei Staaten die gleiche Amtssprache haben. Und noch komplizierter wird es, wenn beide in der EU sind.
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Rechtsvorschriften von EU-Mitgliedsstaaten in deutscher Übersetzung

Autor: Prof. Dr. em. Jean Klein Die Übertragung der Benennungen von Rechtsbegriffen, die im Land der Zielsprache nicht existieren, stellt eine besondere Herausforderung für den Terminologen dar. Hier sind gleichermaßen Kreativität und Augenmaß gefragt. Dies zeigt das Beispiel der Benennungen von Rechtsvorschriften der EU-Staaten.
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Terminologiepolitik als Chance - Infoterm legt "Guidelines for Terminology Policies" vor

Autor: InfotermDie Sicherung der Fachkommunikation ist ein wichtiges Ziel moderner Sprachpolitik. Im Auftrag der Unesco hat Infoterm Richtlinien für die Terminologieplanung erarbeitet, die weltweit Anwendung finden.
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Effizienter im Unternehmen - Wirtschaftlichkeit der Terminologiearbeit

Autor: Peter OehmigTerminologie-Management nutzt vielen Bereichen: von der Übersetzung über Softwareentwicklung und Patentwesen bis hin zu Marketing und Wissensmanagement. Diesen Nutzen gilt es zu erkennen – und zu vermitteln.
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Europäische Mehrsprachigkeit als Chance für den Rechtsübersetzer

Autorin: Corinna Schlüter-EllnerEU-Recht und nationale Rechtsordnungen befinden sich in einem dynamischen Entwicklungsprozess, der sich deutlich in den Rechtsterminologien widerspiegelt. Dies stellt hohe Anforderungen an den Rechtsübersetzer. Doch die EU bietet auch neue Perspektiven für die Terminologierecherche.
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edition 1/2005

Ausgabe: 1-2005

inhalt

Die Kundensprache als Teil der terminologischen Strategie einer Firma

Autor: Mark D. Childress „Der Kunde ist König.“ Diese sprichwörtliche Regel sollte für jede Firma gelten und ist einer der Schlüssel zum dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg. Das entsprechende Zitat im Englischen, das vom berühmten britischen Kaufhaus Selfridges stammt, geht noch weiter: „The customer is always right“, egal ob König oder Knecht.

Die Sprache des Kunden in kleinen und mittleren Unternehmen

Autor: Prof. Dr. em. Jean Klein In den westeuropäischen Ländern, aber nicht nur da, gibt es eine Menge kleine und mittelständische Unternehmen (bis zu 250 Mitarbeitern) aber auch Kleinstbetriebe, die weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen.

Ist Terminologiearbeit wirtschaftlich? Unterlassung von Terminologiearbeit bei der Softwareentwicklung als Kostenfaktor - ein Erfahrungsbericht

Autorin: Angelika Ottmann Es gibt wohl kaum einen Terminologen, dem die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Terminologiearbeit – sei es von Vorgesetzten oder anderen Fachkräften aus der Wirtschaft – noch nicht gestellt wurde. Der Sinn von Terminologiearbeit erschließt sich nicht jedem sofort.