edition - Die Fachzeitschrift für Terminologie

Seit 2005 gibt der Deutsche Terminologie-Tag e.V. regelmäßig die Terminologiefachzeitschrift edition heraus. edition erscheint zweimal pro Jahr (jeweils am 1. Juni und am 1. Dezember) und richtet sich an alle, die sich in irgendeiner Form für Terminologie interessieren. In edition werden terminologisch relevante Themen aus Praxis, Forschung und Lehre aufgegriffen. Es wird aber auch aus solchen Fachgebieten oder Disziplinen berichtet, deren Kerngeschäft zwar nicht primär „terminologisch“ ist, für die Terminologie aber einen unverzichtbaren Bestandteil darstellt.

edition wurde 2015 in den European Reference Index for the Humanities and the Social Sciences (ERIH Plus) aufgenommen. Sie entspricht den allgemein gültigen internationalen Anforderungen (ISSN, Redaktionsbeirat, Doppelblindgutachten, Beiträge in deutscher und englischer Sprache usw.) und wird in mehr als 30 Bibliotheken im In- und Ausland ausgelegt. Anfragen richten Sie bitte an redaktion(at)dttev.org. 

edition 1/2015

Ausgabe: 1-2015

Inhalt

Das Kompositum – der perfekte Benennungsdeckel für jeden Begriffstopf

Autorin: Petra Drewer The terminology of a subject field is not merely an arbitrary collection of terms, rather the relevant concepts (represented by terms) constitute coherent concept systems. The most important hierarchical connection between concepts is the generic relation. By compounding terms, logical and comprehensible designations for concepts in generic systems can be provided. This term-formation
method is particularly ideal as it is morphologically transparent.

Definitionen in der Terminologiearbeit – die Definition als wichtiges Element der Terminologiearbeit und in Termbanken

Autor: Klaus-Dirk Schmitz The definition is a very important knowledge unit for terminology work and terminology management. It allows to describe and explain the concept. But there exist different types of definitions as well as different recommendations for writing definitions. Managing definitions in termbases require a wise and adequate design of the terminological data model.

Mehrsprachige Terminologiearbeit und Kulturdimensionen – Konflikt vorprogrammiert?

Autorinnen: Angelika Ottmann und Carmen Canfora Cultural dimensions are widely used in cross-cultural communication, but have not received much attention in terminological theory so far. Languages of a “low-context culture” are very explicit, using a lot more differentiated terms as languages of a “high-context” culture, which are less explicit and use more general terms.

Remodelling the ISO Cat house

Autorin: Kara Warburton The ISO TC 37 Data Category Registry, also known as ISOcat, is an important electronic resource for researchers and practitioners in various linguistic disciplines. It is currently being migrated to a new hosting environment. The present article explains why, and describes the challenges encountered in the initial migration stage.

Webbasiertes Terminologiemanagement mit termXplorer

Autoren: Nicole Keller und Detlef Reineke Die rein webbasierte Terminologiedatenbank termXplorer der Firma TermTechnologies ist begriffsorientiert angelegt und bietet die Möglichkeit, auf den klassischen drei Hierarchieebenen (Begriff, Sprache, Benennung) benutzerspezifische Eintragsstrukturen mit Benennungsautonomie zu definieren. Außerdem können Sprachen, Nutzergruppen und Zugriffsrechte individuell ...

Methoden und Werkzeuge für das Terminologiemanagement

Autorin: Cindy Tscherwinka In the recent past tools that allow for automatic and comparatively cost efficient creation of terminology lists based on previously translated content have been developed by several providers. As they are widely used, terminological assets are likely to grow in quantity very fast. But does quantity equal quality in terminology?

edition 2/2014

Ausgabe: 2-2014

inhalt

Strategische Aspekte von Terminologiearbeit

Autor: Peter EbenhochTerminology management often aims to strictly unify the terminology of an organization. This article argues with references to strategic management to take into account specific demands of a company in order to support innovation, enable the implementation of organizational changes and to reach new customer groups in order to utilize the inherent power of terminology management at its best. To achieve this a layered concept of terminology areas is proposed.

Prozessorientierte Terminologiearbeit

Autorin: Annette WeilandtEstablishing a consistent corporate language can be a complex task for companies. Many factors have to be taken into consideration due to the dynamic and multi-faceted company environment. A process-oriented approach for the terminology management helps to define and implement a standardized terminology definition process.

Auf dem Weg zu sauberen Translation-Memory- und Terminologiebeständen

Autor: Maurice MayerClean translation memory and terminology databases represent a key precondition for creating high-quality translations. On the basis of the Across TM system, this article shows how language databases can be optimized and cleaned with the help of integrated software functions.

Terminologiearbeit – Voraussetzung für umfassendes Qualitätsmanagement in der Sprachdienstleistung

Autorin: Eva-Maria LeitnerComprehensive quality management in translation is a holistic approach with strong emphasis on preventive quality management to reduce costs on both sides, the customer and the language service provider. Hence, solid terminology work is a sine-qua-non upfront and during a translation project in order to provide a sound basis for a successfully completed project to the full satisfaction of customers. In this article, a case study shows how projects may fail due to missing preventive quality management and terminology work.

Webbasiertes Terminologiemanagement mit evoTerm

Autoren: Nicole Keller und Detlef Reineke  Das internetbasierte Terminologieverwaltungssystem evoTerm wird von der gleichnamigen Firma in Luxemburg vertrieben und bietet zunächst alle Vor- und Nachteile einer rein webbasierten Lösung. Die Nutzer von evoTerm benötigen keinerlei lokale Installation auf ihrem Rechner, sondern lediglich einen Webbrowser. Damit sind sie nicht ortsgebunden und ...

edition 1/2014

Ausgabe: 1-2014

inhalt

Terminologie aus dem Internet? Möglichkeiten und Grenzen einer korpusbasierten Anreicherung von Terminologiedatenbanken mit semantischer Information

Autorin: Anne-Kathrin Schumann Die klassische Termextraktion beschränkt sich in der Regel auf die Gewinnung relevanter Benennungen aus Referenztexten. Oft sind dabei zusätzliche (semantische) Informationen erforderlich, die über die Festlegung von klassischen Definitionen und Begriffsbeziehungen hinausgehen. Anne Schumann von der Universität des Saarlandes zeigt auf, wie sich extrahierte Einheiten mit wissenshaltigen Kontexten anreichern lassen.

TermFactory: Terms in the Web of Data

Autoren: Lauri Carlson, Shanshan Wang, Kun Ji und Igor Kudashev An der Universität Helsinki haben finnische und chinesische Forscher mit TermFactory eine Software-Plattform für mehrsprachiges Terminologie- und Wissensmanagement entwickelt, die auf die Anforderungen des Semantic Web zugeschnitten ist. Das OWL-basierte Toolkit integriert Schnittstellen zu anderen Webressourcen und ermöglicht neben der Ausgabe unterschiedlich strukturierter Daten (Tabellen-, Baumstruktur) auch lexikographische Darstellungen.

Einführung eines umfassenden Terminologiemanagements im Übersetzungsunternehmen

Autorinnen: Anja Peschel und Katherina Polig Das Freiburger Übersetzungsbüro Peschel hat auf ein professionelles Terminologie-managementsystem umgestellt. Welche Entscheidungen dabei im Vorfeld getroffen werden mussten und welche Probleme beim Einpflegen der terminlogischen Einträge zu lösen waren, beschreiben Unternehmensleiterin Anja Peschel und Mitarbeiterin Katherina Polig.

Von der Terminologieverwaltung zum Terminologiemanagement

Autor: Wolfgang Sturz Terminologiearbeit steht in vielen Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Verwalten und Managen. Meist steht dabei das reine Verwalten im Fokus. Doch ein aktives Managen mit allen betriebswirtschaftlichen Aspekten ist heute so wichtig wie nie. Denn es geht um mehr als um rein terminologiearbeitstechnische Fragen – es geht um eine Gesamtstrategie für das Terminologiemanagement.

Neue Wege der Terminologie- und Wissensvermittlung bei der Oesterreichischen Nationalbank

Autorin: Ingrid Haussteiner Der Sprachendienst der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) nutzt unterschiedliche Ansätze, um die Kollegen und Kolleginnen beim Er- und Verfassen zumeist englischsprachiger Texte zu unterstützen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Terminologiedatenbank im Intranet. Der folgende Beitrag zeigt, wie dank neuer Funktionalität den Nutzern und Nutzerinnen ausgewählte Informationen auf spielerische Weise nähergebracht werden.

Terminologie- und Wissensmanagement mit flashterm

Autorin: Nicole Keller Die Version 2.3 des webbasierten Terminologiemanagementsystem flashterm der Eisenrieth Dokumentations GmbH wartet mit zahlreichen, interessanten Neuerungen auf. So lässt sich z. B. auf eine Eintragsansicht umstellen, die auf die Bedürfnisse von Dolmetschern zugeschnitten ist.

edition 2/2013

Ausgabe: 2-2013

inhalt

Terminologie und Multilinguales Semantic Web in Symbiose – TBX, RDF und OWL

Autoren: Dagmar Gromann, Nathan Rasmussen und Alan Melby Terminologische Ressourcen sind für Übersetzer wichtig, liegen jedoch in vielen unterschiedlichen Formaten vor. Der Industriestandard TBX (TermBase eXchange) ermöglicht den standardisierten Austausch dieser Ressourcen. Das Semantic Web bietet eine Vielzahl von maschinenlesbaren Daten mit expliziter Semantik und Technologien wie etwa das Resource Description Framework (RDF) oder die Web Ontology Language (OWL), die sich für Terminologien nutzen lassen. Im vorliegenden Beitrag soll insbesondere der von den Autoren entwickelte Konvertierungsmechanismus TBX/RDF vorgestellt werden.

Interdisziplinäre Terminologie - über die Konzeption einer Ontologie für den Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“

Autor: Christian Stein Im November ist an der Humboldt Universität zu Berlin der Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ gestartet, der sich selbst als „interdisziplinäres Labor“ bezeichnet. Die Idee hinter diesem Großprojekt ist es, unterschiedlichste wissenschaftliche Disziplinen in ungewöhnlichen und neuen Zusammenstellungen an Fragen unserer Zeit arbeiten zu lassen. Dabei kommen nicht nur Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften zusammen, sondern erstmals gleichberechtigt auch Designer und Gestalter. Insgesamt sind über 25 Disziplinen beteiligt. So arbeiten in einzelnen Basisprojekten beispielsweise Architekten, Kunsthistoriker, Informatiker, Chemiker, Kulturwissenschaftler und Interaction Designer zusammen an einer gemeinsamen Fragestellung.

Übersetzungsorientierte Terminografie – neue und adaptierte Datenkategorien für ISOcat

Autor: Georg Löckinger ISOcat, frei verfügbar unter www.isocat.org, ist ein internationales Verzeichnis von Datenkategorien, das für den Aufbau und die Gestaltung verschiedenster Sprachressourcen genutzt werden kann. Den historischen Kern von ISOcat bilden Datenkategorien für die übersetzungsorientierte Terminografie. Im vorliegenden Beitrag werden neue und adaptierte Datenkategorien vorgeschlagen, die sich auf aktuelle Forschungsergebnisse stützen.

Webbasiertes Terminologiemanagement mit TermWeb 3.9

Autorin: Nicole Keller Die Transline Deutschland Dr.-Ing. Sturz GmbH hat mit Termflow eine mobile, webbasierte Eigenentwicklung auf den Markt gebracht. Neben herkömmlichen Funktionen hat das Reutlinger Unternehmen bei der Entwicklung besonderen Wert auf managementspezifische Features gelegt wie Planung, Steuerung, Prozesskopplung, Schnittstellenmanagement und Controlling.

edition 1/2013

Ausgabe: 1-2013

inhalt

ISOcat – im Reich der Datenkategorien

Autoren: Sue Ellen Wright und Menzo WindhouwerIm ISOcat-Datenkategorie-Register (Data Category Registry, www.isocat.org) des Technischen Komitees ISO/TC 37 (Terminology and other language and content resources) werden Feldnamen und Werte für Sprachressourcen beschrieben. Empfohlene Feldnamen und zuverlässige Definitionen sollen dazu beitragen, dass Sprachdaten unabhängig von Anwendungen, Plattformen und Communities of Practice (CoP) wiederverwendet werden können. Datenkategorie-Gruppen (Data Category Selections) können eingesehen, ausgedruckt, exportiert und nach kostenloser Registrierung auch neu erstellt werden.

Von Wüster zu ISOcat – zur geschichtlichen Entwicklung von Datenkategorien

Autor: Klaus-Dirk SchmitzDie Verwaltung terminologischer Daten erfolgt heute immer mit Hilfe von Computern. Dabei ist es unabdingbar, die jeweiligen Daten vernünftig und konsistent zu strukturieren. Die Modellierung terminologischer Daten basiert weitgehend auf wohldefinierten Datenkategorien. Dieser Beitrag greift die Idee der Datenkategorien auf und zeigt die geschichtliche Entwicklung von den ersten (computerlosen) Ansätzen bis hin zu webbasierten Datenkategorie-Verzeichnissen.

Towards a taxonomy of terminological data categories

Autorinnen: Bodil Nistrup Madsen, Hanne Erdman Thomsen, Tine Lassen, Louise Pram Nielsen, Anna Elisabeth Odgaard und Pia Lyngby HoffmannWe present a proposal for a taxonomy for terminological data categories, which will help users and designers of term banks get an overview and identify individual data categories when choosing and describing data fields. This proposal also implies simplifications to be introduced in the ongoing revision of the standard for TermBase eXchange (TBX).

Terminologiesysteme im Dolmetscheinsatz

Autorin: Anja RüttenDa es zwischen der Arbeit von Dolmetschern und Übersetzern viele Ähnlichkeiten gibt, stellt sich die Frage, ob die für Übersetzer konzipierten Terminologiemanagement-Komponenten gängiger Translation-Memory-Systeme nicht auch für Dolmetscher nützliche Instrumente sein könnten. Im nachfolgenden Artikel werden vor dem Hintergrund der besonderen Anforderungen im Konferenzdolmetschen exemplarisch drei Systeme betrachtet.

Webbasiertes Terminologiemanagement mit TermWeb 3.9

Autorin: Nicole Keller TermWeb vom schwedischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Interverbum Technology ist ein rein webbasiertes Terminologieverwaltungssystem und kann daher ganz unkompliziert über einen Webbrowser gestartet und bedient werden. Das bedeutet, dass TermWeb somit ein plattformunabhängiges Tool ist, das jederzeit und standortunabhängig aufgerufen werden kann.

edition 2/2012

Ausgabe: 2-2012

inhalt

Weblexikon für Fachbegriffe in Deutschschweizerischer Gebärdensprache (DSGS) und Deutsch

Autoren: Penny Boyes Braem, Simone Groeber, Heidi Stocker und Katja TissiWährend eines zweijährigen Projekts wurde ein Weblexikon Deutschschweizerische Gebärdensprache – Deutsch für Fachbegriffe erstellt. Das Hauptziel dieses Lexikons ist es, jungen gehörlosen Erwachsenen im Sekundarschulalter und in der Berufsausbildung das Verständnis von Fachbegriffen zu erleichtern. Zudem sollte das Projekt die Methodologie und Rahmenbedingungen schaffen, die eine Erweiterung mit zusätzlichen Fachgebieten in der Zukunft ermöglichen.

Interpreters at Terminology Work: Views to Professional Development, Language Policy and Language Management

Autorin: Kati LaknerThis article introduces an approach to terminology work, specifically an online terminology database established and maintained by a group of sign language interpreters, and examines its role in relation to the professional development of the practitioners and in relation to issues of language policy, management and planning.

Klicken, Wissen, Verstehen – das Fachgebärdenlexikon für Hörgeschädigte in der Berufsausbildung

Autor: Ralf BeckEine Berufsausbildung zu beginnen, bedeutet für viele hörgeschädigte Jugendliche eine große Umstellung. Der bisherige Schulalltag wird durch den Arbeitsalltag abgelöst. Die Arbeitszeiten fallen höher aus als die Lernzeiten. In manchen Berufen kommen höhere körperliche Belastungen hinzu und es sind völlig neue Tätigkeiten auszuführen, dazu noch unter Zeitdruck. Hinzu kommt, dass mit hörenden Kollegen kommuniziert werden muss, die nicht gebärden können. In diesem neuen Umfeld wird die Kommunikation aufgrund der großen Zahl an neuen Lerninhalten und neuen Fachbegriffen zusätzlich erschwert. Gerade diese neuen Fachbegriffe sind für Menschen mit Hörbehinderungen oft sehr schwer zu verstehen. Woher soll man sich Informationen holen, wenn man die Begriffe nicht versteht? Wer kann die Fachbegriffe erklären? Am besten noch in Deutscher Gebärdensprache (DGS)?

Zwischen normativer Referenz und deskriptiver Dokumentation – von den Möglichkeiten, Terminologie zu leben

Autorin: Birte Lönneker-RodmanModerne Terminologiewerkzeuge bieten viele Möglichkeiten, Terminologie in den Arbeitsalltag einzubinden und zu leben. Je nachdem, welchen Zweck eine Organisation mit dem Aufbau und der Pflege einer Terminologiedatenbank verfolgt, kann Terminologiearbeit daher unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Dieser Beitrag zeigt einige Möglichkeiten auf und möchte dazu anregen, die Flexibilität der Technologie für den ganz individuellen Weg Ihrer Organisation auszuloten und auszunutzen.

Electropedia – Quo Vadis?

Autor: Hans TeichmannElectropedia is the terminology database of the IEC. This organization is introducing a new mechanism for the harmonization of multilingual, technical-scientific terminology. Whilst this mechanism will expedite the work, it is also bound to gradually undermine Electropedia’s traditional quality. IEC should therefore reconsider its new harmonization method.

edition 1/2012

Ausgabe: 1-2012

inhalt

Fachgebärdenlexikographie im Spannungsfeld zwischen Wortschatzerweiterung und vorläufiger Übersetzungshilfe

Autor: Reiner KonradWas sind Fachgebärden und womit beschäftigt sich die Fachgebärdenlexikographie? Antworten auf diese Fragen werden im folgenden Text dadurch gegeben, dass das methodische Vorgehen in unterschiedlichen Fachgebärdenlexikon-Projekten skizziert wird. Weiterhin wird auf die beiden Verwendungen des Begriffs Fachgebärde hingewiesen. Abschließend werden Aufgaben einer Fachgebärdenlexikographie benannt, die den Anschluss zur Fachlexikographie herstellen könnte.

Fachgebärdenlexikographie am Institut für Deutsche Gebärdensprache

Autoren: Reiner Konrad und Gabriele LangerDie Fachgebärdenlexika am IDGS der Universität Hamburg wurden auf einer empirischen Datengrundlage erstellt. Spontane Übersetzungen gehörloser Fachleute wurden erhoben, analysiert und verglichen. Es zeigte sich, dass es für viele Fachbegriffe noch keine fest etablierten Fachgebärden gibt. Gehörlose verwenden unterschiedliche Übersetzungs- strategien, um lautsprachliche Fachwörter in die DGS zu übertragen

Terminology for Science and Mathematics in Norwegian

Autorin: Ingvild RoaldSince the 1980s, Norwegian sign language (NSL) has had a growing need for terminology for various academic subjects. Processes and principles behind creation of such terminology is described and discussed, with examples from science and mathematics. A short description of NSL and its status in education and general population is included.

Terminologie im Recht

Autor: Anton SchäferTerminologie im Recht bezeichnet nicht abschließend einen Teil der Fachsprache der juristisch geschulten Personen zur präzisen Verständigung untereinander und zum Nutzen der Allgemeinheit. Rechtsterminologie unterliegt einem steten Wandel und kann nicht endgültig fixiert werden.

Terminologie in der Technischen Dokumentation: Qualität planen und sichern

Autorin: Ana ArandanQualitätsmanagement in der Technischen Dokumentation und Übersetzung ist ein komplexes Unterfangen. Neben langfristig ausgelegten Strategien und Konzepten sind vor allem praxistaugliche Prozesse erforderlich. Erst dann können Qualitätsanforderungen erfüllt werden, ohne zusätzlich Zeitaufwand und Kosten zu verursachen. Mit Sprachtechnologie können Qualitätsoptimierungen erreicht werden, die zu einer deutlich geringeren Fehlerquote führen.

edition 2/2011

Ausgabe: 2-2011

inhalt

Vor uns die Terminologieflut

Autoren: Christian Galinski und Detlef ReinekeDie rasante und exponentielle Zunahme von Fach- und Sachgebieten und ihrer Terminologien lässt sich in einigen wenigen Bereichen z. B. anhand naturwissenschaftlicher Nomenklaturen gut quantifizieren. Der Großteil der Terminologien wächst jedoch relativ „unkontrolliert“ oder ist als solcher nicht einmal erfasst. Für viele der Fachgebiete lassen sich die Terminologiemengen aber über entsprechende Indikatoren schätzen.

Semantic Vocabulary Management

Autoren: Christian Schmidt und Ramona Mönch-BläsingGezieltes Vokabularmanagement ist vielen Unternehmen ein Fremdwort. Zwei Gründe dafür sind, dass sich viele der vorhandenen Werkzeuge nicht an den Bedürfnissen der Anwender orientieren und dass die Anwendungen mit den enormen Datenmengen spezieller Vokabulare nicht performant arbeiten können. SemanticXpress setzt auf offene Schnittstellen und eine einfache Integration von bestehenden externen Vokabularen. Anwender oder Anwendungen können damit auf ein zentrales und unternehmensweit einheitliches Vokabular zugreifen.

Alternative Möglichkeiten der Terminologieverwaltung

Autorin: Sonja SengeIn der Terminologieverwaltung können Tools in zwei Gruppen unterschieden werden: Zum einen gibt es Terminologieverwaltungssysteme, die speziell für die Verwaltung von Terminologie entwickelt wurden, zum anderen existieren alternative Möglichkeiten der Terminologieverwaltung. Wie werden alternative Möglichkeiten der Terminologieverwaltung in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland genutzt, und was halten Anwender davon?

Arabische Terminologie

Autor: Jamshid IbrahimWie hat sich die arabische Sprache seit Anbeginn des Islams und aufgrund der Arabisierung und Assimilierung des fremden Gedankengutes der Nachbarsprachen zu einer Weltsprache entwickelt und welchen Schwierigkeiten ist sie heute terminologisch im Zeitalter der Spezialisierung, Globalisierung, IT-Kommunikation und Dominanz des Englischen in der Wissenschaft und Wirtschaft ausgesetzt?

Mit einheitlichem Terminologiemanagement zum optimierten Workflow

Autor: Rainer PflaumNot-Aus oder Not-Halt – zwei Begriffe, zwei Bedeutungen? In der Fachsprache der Maschinentechnik ist der Unterschied zwischen beiden Begriffen in der Tat groß. Während Not-Aus die Abschaltung der Spannungsversorgung bezeichnet, meint Not-Halt den Schnellstopp der Antriebe. Die beiden Benennungen müssen also wohlüberlegt gewählt und eingesetzt werden, denn führt eine nachlässig formulierte Betriebsanleitung zu Fehlbedienungen und damit zu Schäden, drohen empfindliche Strafen. Gleichzeitig erhöhen Missverständnisse den Aufwand und damit auch die Kosten für eventuelle Übersetzungen. Und auch im Hinblick auf Corporate Wording und ein einheitliches Unternehmensbild nach außen ist konsistentes Terminologiemanagement ein entscheidender Faktor.

edition 1/2011

Ausgabe: 1-2011

inhalt

Wissensmanagement und Terminologie

Autor: Wilfried WiedenDie Disziplinen Terminologie und Wissensmanagement haben zwar unterschiedliche Inhalte zum Thema und wurden bzw. werden auch in unterschiedlichen akademischen Domänen entwickelt, stehen jedoch in einer besonderen Beziehung zueinander. Wird diese Beziehung richtig eingeschätzt, entstehen vielfältige Wertschöpfungspotenziale, anderenfalls vielfältige Probleme. Persönliche Erfahrungen aus Wissensmanagementprojekten sollen dies demonstrieren. Zudem sollen aus diesen Erfahrungen Modellvorschläge abgeleitet werden.

Due Diligence: Aufgaben der Terminologiearbeit bei Fusionen und Übernahmen

Autor: Mark D. ChildressUnsere heutige Geschäftswelt ist geprägt von Fusionen und Übernahmen. Viele Unternehmen stehen daher vor ähnlichen Herausforderungen: Welche Auswirkungen hat eine Fusion auf die unternehmensspezifische Terminologie?

ERP-Daten in der firmenweiten Terminologieverwaltung

Autorin: Anna PetersERP-Daten sind in Unternehmen ein zentraler Teil des Wissensmanagements. Das ERP-System ist aufgrund seiner Bedeutung ein hilfreiches Instrument bei der Verbreitung abgestimmter Terminologie im Unternehmen. Am Beispiel der Systemlandschaft und Prozesse des Unternehmens Weinmann Geräte für Medizin GmbH werden die Synergieeffekte von ERP-Daten und Terminologie gezeigt.

Terminologiemanagementsysteme der nächsten Generation – Schlüssel für den Fachwortschatz

Autoren: Lars Schnieder, Christian Stein und Arno G. SchielkeEin Überblick über die bestehende Vielfalt von Fachsprachen mit ihren häufig hochkomplexen und fein differenzierten Terminologien ist ohne entsprechende Terminologiemanagement- systeme inzwischen kaum noch möglich. Bestehende Terminologiemanagementsysteme werden den gestiegenen Anforderungen an Präzision, Konsistenz und Aktualität einer mehrsprachigen Terminologie jedoch nur unzureichend gerecht. Während vorhandene Defizite immer spürbarer werden, tun sich aber auch neue Perspektiven auf. Diese Ansätze beruhen auf der Grundlage eines trilateralen, varietätsbezogenen Modells des sprachlichen Zeichens, dessen Umsetzung in einem Terminologiemanagementsystem es erlaubt, Terminologien in ihrer gesamten Komplexität abzubilden. Es wird somit möglich, sich fachlich überlappende Terminologien samt ihrer Domänenspezifität und Vernetzung mittels flexibler Relationstypen zu modellieren.

edition 2/2010

Ausgabe: 2-2010

inhalt

Terminologieaus- und -weiterbildung

Autor: Klaus-Dirk SchmitzWirtschaft und Verwaltung erkennen in zumehmendem Maße, dass nachhaltiges Wissens- und Terminologiemanagement Grundvoraussetzung für Produkt- und Dienstleistungsqualität, Kostenminimierung, Kundenbindung bzw. Bürgerzufriedenheit und Marktpositionierung sind. Die Folge: eine steigende Nachfrage nach ausgebildeten Terminologen. Vor diesem Hintergrund sind an deutschsprachigen Hochschulen, gerade auch im Zuge des Bologna-Prozesses, zusätzliche terminologische Ausbildungsinhalte in die Curricula eingebaut worden. Und auch die wachsende Zahl außerakademischer Aus- und Weiterbildungsangebote spiegelt den erhöhten Bedarf an Terminologen wider.

Zur Geschichte der Terminologieausbildung

Autor: Gerhard BudinIn diesem Beitrag wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Ausbildung im Bereich der Terminologie in Theorie und Praxis gegeben. Die Terminologieausbildung ist ebenso vielfältig wie das Spektrum terminologischer Tätigkeiten in der Berufspraxis sowie der Forschungs- und Lehrkontexte in der tertiären Aus- und Weiterbildung.

Universität des Saarlandes Fachrichtung 4.6 - Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen

Autor: Karl-Heinz FreigangAn der Fachrichtung 4.6 „Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen“ der Universität des Saarlandes werden bereits seit Ende der 80er Jahre Lehrveranstaltungen zum Thema „Terminologie“ angeboten, die im Rahmen des Modellversuchs„Sprachdatenverarbeitung in der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung“ (1988 – 1993) als Bestandteil eines systematischen Curriculums zur Integration elektronischer Werkzeuge für Übersetzer und Dolmetscher in den damaligen Saarbrücker Diplom-Studiengang entwickelt worden waren.

Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) - Fachbereich Kommunikation und Medien

Autor: Hans SchwarzDer Fachbereich Kommunikation und Medien an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) bietet derzeit zwei translationsorientierte Bachelor-Studiengänge an: „Fachkommunikation“ und „Fachdolmetschen für Wirtschaft, Behörden und Gerichte“. Beide Studiengänge umfassen eine Studiendauer von 7 Semestern mit einem obligatorischen einjährigen Auslandsaufenthalt im 3. und 4. Fachsemester.

Hochschule Karlsruhe - Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Autorin: Petra DrewerTerminologiearbeit lag lange Zeit in den Händen von Übersetzern, die sich „zwangsläufig“ der Aufgabe stellten, die in den Ausgangstexten verwendete Terminologie zu systematisieren und Äquivalente in den Zielsprachen zu finden. Doch professionelle Terminologiearbeit sollte deutlich früher beginnen, und zwar spätestens bei der Erstellung der Ausgangstexte (besser noch in der Entwicklungsphase). Bereits hier müssen terminologische Klarheit und Konsistenz herrschen, um die Erstellung der Texte (z. B. in Content-Management-Systemen) zu ermöglichen bzw. Effizienter zu machen, die Qualität der Texte zu verbessern und die anschließende Übersetzung zu vereinfachen. Aus diesem Grund spielt der Themenkomplex „Terminologie“ im Studiengang „Technische Redaktion“ an der Hochschule Karlsruhe eine zentrale Rolle.

Fachhochschule Köln - Fakultät 03 - Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation

Autor: Klaus-Dirk SchmitzDas Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) der Fachhochschule Köln hat 2002 als eines der ersten translatorischen Hochschulinstitute im deutschsprachigen Raum konsequent die Empfehlungen des Bologna-Prozesses umgesetzt und das gesamte Studienangebot ausschließlich auf akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge umgestellt. Derzeit werden im Rahmen der Reakkreditierung der Studiengänge die Erfahrungen der ersten 7 Jahre ausgewertet und in einem optimierten Curriculum umgesetzt.

Sprachen & Dolmetscher Institut München

Autor: Felix MayerDas Sprachen & Dolmetscher Institut München (SDI) bildet seit 1952 Sprachenprofis aus. Aufgrund der besonderen rechtlichen Lage in Bayern waren die Abschlüsse über Jahrzehnte hinweg eigene Abschlüsse des SDI. Mitte der siebziger Jahre wurde im Bereich Übersetzen und Dolmetschen die Staatliche Prüfung eingeführt, im Jahre 2007 mit der Errichtung der Hochschule für Angewandte Sprachen akkreditierte Bachelor- und Masterabschlüsse. Heute bildet das SDI mit Bezug auf Terminologie in Übersetzen, Dolmetschen und Technischer Kommunikation aus.

Hochschule Anhalt in Köthen - Bachelor-Studiengang Softwarelokalisierung

Autorin: Uta Seewald-HeegTerminologie spielt in allen Phasen des Entwicklungsprozesses eines Softwareprodukts eine entscheidende Rolle. Wenn ein (Software-)Unternehmen systematisches Terminologiemanagement betreibt, können Entwickler und Technische Redakteure bereits bei der Produktentwicklung auf konsistente Terminologie zugreifen, die dann die Basis für die Lokalisierung des Softwareprodukts, der produktbegleitenden Informationen, der Marketingmaterialien und der Internetpräsenz bildet.

Universität Innsbruck - Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Autor: Peter SandriniIn § 1 des Curriculums für das Bachelorstudium Translationswissenschaft an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck wird darauf hingewiesen, dass das Bildungsziel und Qualifikationsprofil der „Erwerb jener Kompetenzen, die für die professionelle Tätigkeit im Bereich der transkulturellen Kommunikation erforderlich sind“, was weiter unten u. a. konkretisiert wird mit der „Kenntnis aktueller professioneller Arbeitsmittel und Translationstechnologien“.

Universität Wien - Zentrum für Translationswissenschaft

Autor: Gerhard BudinDie Terminologieausbildung ist an der Universität Wien am Zentrum für Translationswissenschaft am Lehrstuhl „Translatorische Terminologiewissenschaft und Übersetzungstechnologien“ (Prof. Budin) angesiedelt. Die Lehrveranstaltungen sind über alle drei Stufen der Bologna-Architektur verteilt, also Bachelor (3 Jahre), Master (2 Jahre) und Doktorat/PhD (3 Jahre), beim Master insbesondere in der Spezialisierung „Fachübersetzen“ im Masterprogramm „Übersetzen“, wobei neben der Terminologie auch Lokalisierung und Technische Kommunikation berücksichtigt sind.

Universität Heidelberg - Seminar für Übersetzen und Dolmetschen am Institut für Allgemeine und Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft

Autorin: Nicole KellerDerzeit gibt es drei verschiedene Studiengänge am Seminar für Übersetzen und Dolmetschen, in denen Terminologie ein zentraler Bestandteil ist: BA „Übersetzungswissenschaft“, MA „Übersetzungswissenschaft“ und BA „Translation Studies for Information Technologies (TSIT)“.

Karl-Franzens-Universität Graz - Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft

Autor: Gernot HebenstreitDie Terminologieausbildung im engeren Sinn erfolgt im Rahmen des „Masterstudiums Übersetzen“ sowie des „Masterstudiums Dolmetschen“, wo sie im aktuellen Studienplan gemeinsam mit einer Lehrveranstaltung zur Berufskunde das Modul „Berufskunde und Terminologiemanagement“ bildet.

Technische Universität Chemnitz - Institut für Germanistik, Medien, Technik und Interkulturelle Kommunikation

Autorin: Sonja RudaBachelor Technikkommunikation 1. Semester: Vorlesung mit Übung - Textarbeit I. Es wird ein Überblick über Sprache und Kommunikation und deren Rollen in der Technischen Dokumentation gegeben, wobei auch auf die Inhalts- und Ausdrucksseite von Fachwörtern eingegangen wird.

Fremdspracheninstitut der Stadt München

Autor: Maribert WilesAn der Fachakademie des Fremdspracheninstituts der Stadt München (FIM) sind terminologierelevante Inhalte bereits seit Mitteder 90er Jahre fest in das Lehrangebot integriert. Im 2. und 3. Studienjahr der insgesamt 3-jährigen Vollzeitausbildung für Übersetzer/ Dolmetscher ist das Fach EDV-gestützte Terminologiearbeit und computergestütztes Übersetzen (CAT) ein wichtiger und berufsrelevanter Bestandteil des Unterrichtsgeschehens. Die übergeordnete Zielsetzung sieht das Institut darin, die Absolventinnen und Absolventen auf die komplexen Anforderungen der beruflichen Praxis im Bereich der Recherche, des Aufbaus und der Verwaltung von übersetzungsbezogener Terminologie sowie den Umgang mit Übersetzungstools optimal vorzubereiten.

Das Fortbildungsangebot des DTT - Rückblick über die letzten 5 Jahre mit neuen Schwerpunkten

Autorin: Jutta ZeumerDer DTT hat seit Beginn seiner Aktivitäten Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Sie wurden sehr häufig in Verbindung mit den Mitgliederversammlungen in den zwischen den Symposien liegenden Jahren durchgeführt. Fortbildung wurde in erster Linie als Unterstützung für die eigenen Mitglieder gesehen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihr Berufswissen an veränderte Prozesse und neue Technologien im technischen Übersetzungs- und Redaktionswesen anzupassen.

edition 1/2010

Ausgabe: 1-2010

inhalt

Text Mining und Text Mining Services

Autor: Gerhard HeyerInternetbasierte Contentdienste verwenden in hohem Maße Text Mining Services, die über eine entsprechende Service-Infrastruktur angeboten werden. Text Mining Services sind für eine Vielzahl von Content-intensiven Anwendungen in der Industrie und den e-Humanities von Interesse. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Text Mining und einer SOA-basierten Sprachressourcen-Infrastruktur werden Anwendungen im Bereich der e-Humanities und der Sentimentanalyse skizziert.

Topic Maps (ISO 13250) für die Terminologiearbeit

Autor: Lutz MaicherTopic Maps ist der internationale Industriestandard für die semantische Repräsentation und Integration von Informationen. Er wird weltweit in Industrie, Wissenschaft und Verwaltung eingesetzt. Topic Maps steht für flexible Modellierung und klar definierte Identität von Konzepten. Topic Maps sind daher auch für die Terminologiearbeit relevant und somit die hier vorliegende Einführung in diese semantische Technologie.

Von Platon zu Alexander dem Großen – automatische Extraktion von Topic-Maps-basierten Assoziationsketten aus Sozialen Netzwerken der Antike

Autoren: Marc Büchler, Benjamin Bock und Frederik BaumgardtMit dem exponentiellen Wachstum von digital zur Verfügung stehenden Texten wächst auch die Notwendigkeit nach immer effektiveren Suchmöglichkeiten. Diesbezüglich wird im Rahmen dieses Beitrags die Methode der Assoziationsketten eingeführt und an einem Beispiel aus den e-Humanities erklärt. Hierbei steht Wissen im Vordergund, das nicht direkt im Text beobachtet werden kann.

Aufbau und Erweiterung terminologischer Ressourcen unter Verwendung automatischer Terminologieextraktion

Autoren: Florian Holz und Klara KranebitterIn diesem Beitrag stellen wir ein Werkzeug zur automatischen Terminologieextraktion vor, das den Terminologen beim Aufbau und der Erweiterung terminologischer Ressourcen unterstützen soll. Das Werkzeug basiert auf statistischer Textanalyse und bietet eine graphische Benutzeroberfläche. Es wurde im EU-Projekt ASK-IT erfolgreich eingesetzt, um bestehende Ressourcen (Multi-Term) anzureichern

Stimmungen in deutschsprachigen Nachrichten, Blogs und dem DAX

Autoren: Robert Remus und Khurshid AhmadZeitreihen, d. h., zeitäbhängige Folgen von Datenpunkten, sind ein wichtiges Instrument für die Analyse von Wetterphänomenen und Börsenkursen. Zeitreihenanalysen werden aber auch zunehmend auf Textkorpora angewendet, im vorliegenden Fall auf deutschsprachige Zeitungsartikel und Blogbeiträge mit inhaltlichem Schwerpunkt auf der deutschen Finanzwirtschaft. Die Autoren untersuchen dabei die Eigenschaften in den Veränderungen der Frequenzen positiv und negativ konnotierter Benennungen und vergleichen diese mit den Eigenschaften der Kursverläufe des DAX 30.

Relationsextraktion aus Fachsprache – ein automatischer Ansatz für die industrielle Qualitätsanalyse

Autoren: Christian Hänig und Martin SchierleQualitätsanalysen in der Automobilindustrie basieren auf strukturierten Daten wie Schadensschlüsseln oder Bauteilnummern. Neben diesen Daten wird auch ein Freitext erfasst, welcher wichtige Informationen für die Qualitätsprozesse enthält. Dieser Beitrag präsentiert im Folgenden einen Workflow aus mehreren Sprachanalyse-Modulen zur Extraktion interessanter Begriffe (wie Bauteile und Symptome) und deren Relationen zueinander.

Merging und Migration von Terminologiedaten ohne Streuverlust

Autorin: Nicole WohlfahrtIn vielen Unternehmen warten wertvolle Datenbestände auf ihre Nutzung. Terminologie – ob in Form unsynchronisierter Begriffslisten oder strukturierter Begriffssysteme – stellt einen bedeutenden Unternehmenswert dar, den es auszuschöpfen gilt. Alfaloc bietet vielfältige Unterstützung bei dieser Art von Investitionssicherung.

FIDUCIA IT AG – Terminologie geht auf’s Ganze

Autoren: Ayten Turhan und Oliver CollmannFür die FIDUCIA IT, dem Karlsruher IT-Dienstleister für Banken, ist Terminologie ein strategisches Thema. Deshalb führt die FIDUCIA ein systematisches Terminologiemanagement ein. Das Ziel ist es, eine konsistente Sprache zu entwickeln, die die Bank- und IT-Fachsprache vereinheitlicht. Die eigene Terminologie wird dabei als wertvolle Unternehmensressource betrachtet, die intern und extern genutzt wird.

Corporate Language – Herr über die Sprachenvielfalt im Unternehmen bleiben

Autor: Maurice MayerDas Thema Terminologie rückt bei der Produkt- und Unternehmenskommunikation immer stärker in den Fokus. Eine einheitliche Darstellung der Produkte und Informationen ist inzwischen integraler Bestandteil einer Corporate Language. Im folgenden Beitrag wird erläutert, welche verschiedenen Herangehensweisen es beim Aufbau einer Terminologiedatenbank, einer konsistenten Unternehmenssprache und dem Einsatz geeigneter Sprachtechnologien gibt.

edition 2/2009

Ausgabe: 2-2009

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Einige Gedanken zur geschichtlichen Entwicklung der Terminologie

Autor: Heribert PichtDieser Beitrag versucht, die Entwicklungsgeschichte der Terminologie als praktische Tätigkeit und wissenschaftliche Disziplin nachzuzeichnen. Dabei werden die verschiedenen Anstöße und Ansätze, die die Entwicklung bestimmt haben, aufgezeigt und die Einflüsse anderer Disziplinen auf die theoretische Fundierung der Terminologiewissenschaft als inter- und transdisziplinären Wissensbereich dargelegt.

Jenseits der Fachkommunikation – ein Blick in die Zukunft der Terminologie

Autorin: Sue Ellen WrighBegriffsbestimmung, Benennungszuordnung und hierarchische Wissensmodellierung sind so alt wie die westliche Philosophie. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb bedient man sich dieser Ordnungsmittel im Bereich des webgestützten Wissensmanagements (Stichwort Semantic Web), wenn es um die Nutzung von Ressourcen wie etwa XML-basierten Terminologiedatenbanken, Metadaten-Registern, Katalogsystemen oder Ontologien geht. Der vorliegende Beitrag wirft auf der Grundlage retrospektiver Betrachtungen einen Blick in die Zukunft der Terminologie und zeigt Trends auf, die andeuten, dass die Grundsätze und Methoden der Terminologie in einer wachsenden Zahl von Wissensgemeinschaften (Communities of Practice) Anwendung finden.

106 Jahre Terminologienormung – ein großer Nutzen für die Wirtschaft

Autor: Gottfried HerzogFachsprachliche Werke, Verzeichnisse und Nomenklaturen lassen sich geschichtlich weit zurückverfolgen. Auch die ersten nationalen Wörterbücher der Gebrüder Grimm enthalten bereits fachsprachliche Wendungen. Die rasante technische Entwicklung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert brachte auch einen großen Bedarf an neuen und eindeutigen Fachbegriffen mit sich. So beginnt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit einem ‚Technolexikon? – ein Projekt, in dem von 1902 bis 1905 mehr als 3,5 Millionen Einträge gesammelt wurden. Dieses Projekt wurde jedoch alsbald zugunsten von systematischen fachgebietsbezogenen und mehrsprachigen Bildwörterbüchern aufgegeben. Die Informationstechnik erlaubte erst viel später im Verlauf des 20. Jahrhunderts eine effiziente Verwaltung und Nutzung von solchen großen Datenbeständen.

History of ISO/TC 37 and Infoterm

Autor: Christian GalinskiThe beginnings of terminology standardization are closely linked to the standardization efforts of IEC (International Electrotechnical Commission, founded in 1906) and ISO (International Organization for Standardization, founded in 1946). Terminology standardization can be subdivided into two distinct activities: standardization of terminologies and standardization of terminological principles and methods. The two of them are mutually interdependent, since the standardization of terminologies would not result in highquality terminological data if certain common principles, rules and methods are not observed. On the other hand, these standardized terminological principles, rules and methods must reflect the state-of-the-art of theory and methodology development in those domains in which terminological data have to be standardized in connection with the formulation of subject standards.

Nordterm – effizient und unbürokratisch

Autor: Christer LaurénIn den Nordischen Ländern ist die terminologische Arbeit unterschiedlich organisiert. In einigen Fällen sind es Vereinigungen, in anderen staatliche Organisationen, die sich der Terminologiearbeit widmen. In einem weiteren Falle wird nicht zwischen Gemein und Fachsprache unterschieden, denn die Statusplanung richtet sich auf die Gesamtsprache im Sinne von Lothar Hoffmann. Die terminologischen Organisationen haben eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Nordterm. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die terminologische Arbeit und die verschiedenen Auffassungen und Ansätze.